4,9 Millionen Euro für den Städtebau im südlichen Ortenaukreis und im Kinzigtal

(Lahr) Landtagsabgeordnete Sandra Boser (Grüne): „Wir gehen den dringend benötigten Wohnungsbau in der südlichen Ortenau und im Kinzigtal an. “

4,2 Millionen Euro erhält der Wahlkreis der Grünen Landtagsabgeordneten Sandra Boser in diesem Jahr für die Städtebauförderung.  Dies hat das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Stuttgart bekanntgegeben. In diesem Jahr stehen knapp 250 Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln zur städtebaulichen Erneuerung zur Verfügung. „Mit der Städtebauförderung erhöht das Land die Attraktivität von Quartieren und Ortskernen. Die Menschen sollen sich in Quartieren wohlfühlen, in allen Orten sollen die Zentren lebenswert bleiben“, sagt die Grüne Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sandra Boser.

Dahinter steckt auch ein ökologischer Gedanke der grün-geführten Landesregierung: „Ortskerne sollen für Bürgerinnen und Bürger anziehend bleiben, damit Neubauflächen an den Rändern geschont und das Erscheinungsbild der Gemeinden erhalten werden“, so Sandra Boser weiter. „Unser Ziel muss es sein, einer gelungenen Innenentwicklung den Vorzug geben, damit wertvolle Flächen geschützt werden können“.

Die Städtebauförderung sei zudem ein Ausdruck einer weiteren wichtigen politischen Zielsetzung: die Stärkung der Kommunen angesichts des demografischen Wandels. „Im ländlichen Raum sind Ortskerne die Herzkammern vieler Gemeinden. Indem wir Leerstände beseitigen, Wohnraum modernisieren und Flächen für Bauvorhaben zugänglich machen, knüpfen wir an ein zentrales Vorhaben an: die Entwicklung und Stärkung der Quartiere für ein gutes Zusammenleben in Städten und auf dem Land“, sagt die Grüne Landtagsabgeordnete aus Wolfach.

Insgesamt sechs Projekte werden in diesem Jahr im Wahlkreis von Sandra Boser gefördert:
Die Stadt Lahr erhält für laufende Erneuerung des Kanadarings 1,5 Millionen Euro, die Gemeinde Steinach erhält für die weitere Erneuerung der Ortsmitte 900.000 Euro, die Gemeinden Rust und Seelbach erhalten jeweils 800.000 Euro ebenfalls zur Unterstützung der Erneuerung der Ortsmitte, die Stadt Haslach erhält 700.000 für weitere Erneuerungsmaßnahmen in der Stadtmitte Nord und die Gemeinde Meißenheim erhält 200.000 Euro für eine Neugestaltung der Ortsmitte. Die Grünen-Politikerin weist auf einen wichtigen zusätzlichen Effekt der Städtebauförderung hin: Studien belegen, dass mit jedem Euro, der in die Städtebauförderung fließt, Folgeinvestitionen der öffentlichen Hand und privater Investoren von mehr als acht Euro angestoßen werden. „Das hat wiederum einen positiven Effekt auf die Arbeitsplätze“, erklärt die Abgeordnete. Sandra Boser zieht ein positives Fazit der hohen Städtebauförderung: „Das Land hilft den Städten und Gemeindem in meinem Wahlkreis bei den wichtigen städtebaulichen und gesellschaftlichen Herausforderungen und schafft zugleich eine Art Konjunkturprogramm in unserem Wahlkreis.“

Ergänzend zur Städtebauförderung unterstützt das Land die Kommunen mit dem Landesprogramm für nichtinvestive Städtebauförderung (NIS). „Uns Grünen ist es ein wichtiges Anliegen, dass  Einwohnerinnen und Einwohner aller Generationen am Leben im Quartier aktiv teilnehmen können. Mit diesen Fördermitteln geben wir den Kommunen die Möglichkeit,  Bewohnerinnen  und Bewohner bei der Gestaltung der Wohnquartiere unmittelbar einzubinden und Quartiersmanagement nachhaltig zu verankern“, sagt MdL die Grüne Landtagsabgeordnete Sandra Boser.

Diese Projekte reichen vom ehrenamtlichen Engagement, über Freizeitgestaltung, Integration von Migrantinnen und Migranten, Inklusion von Menschen mit Behinderung oder Teilhabe von älteren Menschen. Die Kommunen können die Landesgelder auch für Kinder- und Jugendbetreuung, Sportangebote, Nachbarschaftshilfe oder Spielangebote verwenden. Noch bis zum 28. Juni können Gemeinden hierzu Anträge für das laufende Jahr beim Regierungspräsidium einreichen.