Besuch in Haslach zu den Themen Energie und Verkehr

Bei der Digitalisierung wird es schneller vorangehen als bei B33-Umfahrung«, sagte Sandra Boser am Donnerstag in Haslach. Die Grüne-Landtagsabgeordnete war im Rathaus und bei den Stadtwerken zu Gast.

Die Wolfacherin Sandra Boser von der Landtagsfraktion der Grünen war am Donnerstag in Haslach, um Bürgermeister Philipp Saar einen Antrittsbesuch abzustatten. Wie bei solchen Terminen üblich brachte man sich gegenseitig auf den neuesten Stand, was in der Gemeinde und im Land gerade Thema ist und wo es Probleme gibt.

In Beisein von Fraktionsvertretern des Stadtrats waren Themen im Rathaus waren unter anderem der soziale Wohnungsbau. Hierfür, aber beispielsweise auch für eine Qualitätssteigerung bei der Kindergartenbetreuung soll es Fördergelder vom Land geben.

Natürlich kam auch der  Dauerbrenner B 33 zur Sprache. Hier zu gab es aber keine erfreulichen Neuigkeiten. Laut Bürgermeister Saar sei mit einem Ergebnis von diversen Gutachten leider erst im Herbst 2018 zu rechnen. Einig waren sich aber alle am Tisch, dass man in Richtung Hausach keine Brückenbauwerke wolle. Boser sagte ihre Unterstützung zu und wünscht sich, dass man zugunsten der Gemeinde plane und dort eine landschaftsverträgliche Lösung findet.

In einem anderen Zusammenhang machte die Grüne aber bei den Stadtwerken deutlich, dass sie in Sachen Digitalisierung optimistischer sei als bei einer schnellen Umsetzung einer B 33-Umfahrung. Hierbei regte Saar an, dass man in Sachen Internet gemeinsam den Druck auf den Bund erhöhen sollte, dies auch mit Blick auf die Telekom. »Alle brauchen schnelle Leitungen und die Kommunen dafür Geld un Unterstützung«, sagte er.

Bei den Stadwerken war man auf das Thema Digitalisierung in Zusammenhang mit den in den nächsten Jahren gesetzlich geforderten Austausch der alten Stommzähler zu intelligenter Zähler (Smart Meter) gekommen. Ralf Rösch und Hans-Peter Falk von den Stadtwerken hatten nicht nur bei diesem Thema deutlich gemacht, dass sie viele Ansätze der Politik zwar nicht  grundsätzlich verteufeln, aber nicht für  zu Ende gedacht halten und viele Fragen offen seien.

»Mir fehlt ein roter Faden, der deutlich macht, wohin es gehen soll«, bemängelte Falk immer wieder und Rösch ergänzte: »Das ist auch schwierig, wenn man es selbst nicht so recht weiß«.

Die beiden Stadtwerke-Chefs haderten auch damit, dass die Vorgaben für große Energiekonzerne die gleichen seien wie für kleine Stadtwerke und das Vertragsgeflecht immer komplizierter werde. Die Mitarbeiter würden daher an ihre Grenzen stoßen und allein für die EDV gebe man 150 000 Euro aus und für die Rechnungsprüfung 40 000 Euro.

Sandra Boser stellte klar, dass man im Umweltministerium des Landes die Probleme zwar kenne, aber auch die Landesregierung in diesem Feld geringe Einflussmöglichkeiten habe.