Die Corona-Ambulanz leistet eine wichtige Arbeit in der Pandemie – Sandra Boser mit Sozial- und Integrationsminister Manfred Lucha zu Besuch in der Corona-Ambulanz in Wolfach

(Wolfach) Am Freitag, den 31. Juli 2020, besuchte auf Einladung der grünen Wahlkreisabgeordneten und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Fraktion Grüne im Landtag, Sandra Boser, der Sozial- und Integrationsminister die Corona-Ambulanz in Wolfach. Bei einem Gespräch und einem Rundgang durch die Räumlichkeiten im Alten Bahnhof informierten Dr. Doris Reinhardt, die Pandemiebeauftragte der KVBW, Dr. Christoph Löschmann, Geschäftsführer von „Gesundes Kinzigtal“ und Wolfachs Bürgermeister Thomas Geppert über Ihre Arbeit in der Corona-Ambulanz in Wolfach.

Nach einer Begrüßung von Dr. Christoph Löschmann, berichtete Dr. Christoph Brunner, der Beauftragte Arzt für die Notfallpraxis, über das schnelle und flexible Entstehen der Corona-Ambulanz im Alten Bahnhof in Wolfach: „Aus der Notfallpraxis wurde durch die gute Vernetzung vor Ort binnen 24 h eine Abstrich-Stelle für Corona. Bürgermeister Geppert hatte dies angeregt und Dank der Musikschule, die schnell die Räume im alten Bahnhof bereitstellte, sowie der guten Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten und „Gesundes Kinzigtal“ konnten wir die Corona-Ambulanz zügig einrichten.“ Zu Beginn seien noch täglich Abstiche durch das Außenfenster genommen worden, dann wurde es einige Wochen lang etwas weniger bevor seit einigen Tagen die Zahlen wieder ein wenig anstiegen. Insgesamt seien 650 Abstiche genommen worden.

Sandra Boser bedankte sich für das große und flexible Engagement in Wolfach vor Ort: „Es ist sehr positiv, dass Stadt, Ärzte und „Gesundes Kinzigtal“ so schnell und flexibel auf die Krise reagiert haben. Die Corona-Ambulanz leistet eine wichtige Arbeit in der Pandemie.“ Minister Lucha betonte dazu: „Wir haben die Bewältigung der Krise so gut gemeistert, weil wir eine gute Patientensteuerung betrieben haben. Das haben wir durch Corona gelernt und das zeigt sich auch hier vor Ort mit der Arbeit der Corona-Ambulanz.“

Dr. Stephan Ziehms, ebenfalls Beauftragter Arzt der Notfallpraxis merkte an, dass aufgrund der vielen Verordnungen und raschen Änderungen die Informationen durch die Kassenärztliche Vereinigung oft sehr spät in der Notfallpraxis ankämen. Sandra Boser bot an, die Informationen ebenfalls zeitnah weiterzuleiten. „Fragen zu den Verordnungen oder allgemeine Fragen zu den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie können immer gern an mich gerichtet werden.“   Minister Lucha bot an, den Punkt mit der Kassenär Vereinigung zu besprechen.

Beim Rundgang durch die Praxisräume wurden die zwei Behandlungsplätze gezeigt, die vorübergehend in den Räumen der Musikschule eingerichtet wurden. Bürgermeister Geppert informierte: „Die Stadt plant, dass die Corona-Ambulanz vorerst im Alten Bahnhof bestehen bleibt, bis sich die Infektionslage entspannt hat, die Notfallpraxis zieht aber wieder zurück ins Klinikum.“ Zum Abschluss betonten nochmals Frau Reinhard und Herr Löschmann die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Minister Lucha gab mit auf den Weg: „Wir betreiben momentan Kapazitäten-Aufbau für Labore und Schutzausrüstungen um für eine mögliche zweite Welle gewappnet zu sein. Es hängt jetzt von uns allen ab, dass wir uns im Urlaub rücksichtsvoll verhalten.“