„Die Unterstützung der Leitungsfreistellung ist Teil des Gute Kita Gesetzes“ Sandra Boser MdL besucht die Kindertagesstätte St. Mauritius in Kippenheim

(Kippenheim) Am Montag, den 30.09.2019, besuchte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Sandra Boser, die Kindertagesstätte St. Mauritius in Kippenheim. Bei einem Rundgang und im anschließenden Gespräch mit Bürgermeister Matthias Gutbrod, der Leiterin der Kita, Frau Ursula Oswald, und der Geschäftsführerin der Katholischen Kirchengemeinde Lahr, Frau Alexandra Kunz, informierte sich die Landtagsabgeordnete darüber, was die Einrichtung zurzeit bewegt. Schwerpunktmäßig ging es um die Themen „Leitungsfreistellung“, „Fachkräftemangel“ und um die „Gruppenstärken in der Kindertagesstätte“.

Sandra Boser: „Die Freistellung der Leitungen ist mir sehr wichtig. Ich schätze die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kippenheim, da hier die Pläne des Landes ausgesprochen gut umgesetzt werden. Beim Thema Kita müssen Land und Kommunen an einem Strang ziehen.“

Die Kita in Kippenheim seht fest auf beiden Beinen. Auch und vor allem im architektonischen Sinne, denn sie verfügt räumlich über zwei verschieden Standorte. Herr Bürgermeister Gutbrod erläutert: „Als Anfang der 1990ern klar wurde, dass wir für die Betreuung der unter Dreijährigen mehr Platz brauchen, entschied sich damals die Gemeinde, das alte Schulhaus zum zweiten Standort der Kita umzubauen. Wir haben rund eine Millionen EUR in das Haus investiert.“ Und das hat sich gelohnt, was die Räumlichkeiten betrifft, ist die Kita St. Mauritius außergewöhnlich gut ausgestattet. Dennoch: „Im Gemeinderat fand das damals nicht jeder gut, dass die Kinder schon so jung und auch den ganzen Tag in den Kindergarten gehen sollten,“ berichtet Bürgermeister Gutbrod. Dazu Sandra Boser: „Es ist gut für unseren Wirtschaftsstandort, wenn beide Elternteile arbeiten gehen können. Man kann Eltern nicht vorschreiben, wie sie arbeiten gehen und ihre Kinder betreuen lassen möchten, daher ist die Ganztagesbetreuung nach wie vor ein sehr wichtiges Angebot.“

In der Kita St. Mauritius wird dieses Angebot dankend angenommen, dort werden bei einer Auslastung von 98 % insgesamt 130 Kinder in sieben Gruppen betreut, rund ein Drittel davon sind in der Ganztagesgruppe untergebracht. Diese befindet sich im alten Schulhaus, das über einen extra Ruheraum, einen Wickelraum sowie eine Anbindung zum Schulhaus verfügt. „Der Anschluss an die Grundschule ist toll für die Kooperationsstunden,“ erklärt die Leiterin der Kita, Frau Oswald. Sandra Boser pflichtete ihr bei: „Ich finde es wichtig, dass die Kinder in der Kita Kooperationsstunden mit der Grundschule haben. Darum bezuschusst das Land seit dem 1. Oktober über den ‘Pakt für gute Bildung und Betreuung‘ die Kooperationsarbeit der ErzieherInnen.“

Auch im Hauptgebäude, wo der Rundgang endete, kann die Kita St. Mauritius nicht über Platzmangel klagen. Dort sind vier der sieben Gruppen untergebracht. „Es braucht immer genug Platz auch für eine räumliche Abtrennung wenn man verschiedene Altersgruppen betreuen muss. Auch ein großer Außenbereich ist wichtig, damit die Kinder sich an der frischen Luft austoben können,“ so Sandra Boser.

Im Besprechungsraum der Einrichtung folgte daraufhin ein Fach- und Informationsgespräch zu den Themen „Fachkräftemangel“, „Gruppenstärke“, „Integration von Flüchtlingen“ und zur „Verlegung des Stichtags für die Einschulung“. Sandra Boser dazu: „Es wird eine Vorverlegung des Stichtags in Schritten ab dem Kindergartenjahr 2020/2021 geben.“ Frau Oswald sah darin kein Problem für Ihre Einrichtung: „Wir haben hier eine gute Bedarfsplanung. Allerdings ist das mit einem sehr hohen Verwaltungsaufwand verbunden. Ich wünsche mir da manchmal mehr Entlastung gerade im personellen Bereich, wir haben teilweise sehr große Gruppen, das ist mit dem uns zur Verfügung gestellten Personal nicht zu schaffen.“ Die Abgeordnete sicherte zu, die Wünsche und Bedenken der Kitaleitung mit in den Landtag zu nehmen.