„Eine Umfahrung von Kippenheim fördert die Innenentwicklung und die Attraktivität der Gemeinde “ – Sandra Boser zu Besuch in der Gemeinde Kippenheim

(Kippenheim) Am Donnerstag, den 27.02.2020, besuchte Sandra Boser – stellvertretende Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion – die Gemeinde Kippenheim, um sich mit Bürgermeister Matthias Gutbrod und den beiden Fraktionsvorsitzenden Carola Richter (CDU) und Irene Preschle (SPD) über aktuelle Themen auszutauschen. Neben dem wichtigen Thema der B3 Umfahrung Kippenheim wurde auch über die Schulen und die Innenentwicklung von Kippenheim gesprochen.

Seit Jahrzehnten ist die B3 Umfahrung in Kippenheim und in den umliegenden Gemeinden ein brisantes Thema. Nun kommt von Seiten des Landratsamtes wieder Bewegung in die Sache. Im Umwelt- und Technikausschuss wurde erneut die Diskussion über die Varianten einer Umfahrung von Kippenheim aufgenommen. „Für die Region und Kippenheim ist die Umfahrung die einzige Lösung. Besuchermagnete wie der Europa Park, Gewerbegebiete und neue Baugebiete in den Umlandgemeinden sorgen für zusätzlichen Verkehr“, äußerte sich Frau Richter. Dem fügte Bürgermeister Gutbrod hinzu: „In den alten Gutachten wurden 21.000 Autos pro Tag nachgewiesen, jedoch wurde hier nicht die Verkehrssituation im Falle eines Unfalles oder einer Sperrung der Autobahn A5 berücksichtigt, wodurch noch mehr Autos und LKWs durch Kippenheim rollen. Das ist nicht zumutbar. Auch veranlassen die vier S-Kurven die Lkws zum starken Abbremsen, wodurch es zu Stau und stockendem Verkehr kommt. Mit der Umfahrung wären es etwa mindestens 6.000 Autos weniger für Kippenheim.“ Die Landtagsabgeordnete Boser pflichtete bei: „Eine Umfahrung von Kippenheim wäre für die Innenentwicklung und die Attraktivität der Gemeinde wichtig“. Irene Preschle wies auch darauf hin, dass aufgrund des hohen Durchgangverkehrs viele Häuser an der Straße nicht bewohnt seien und dadurch auch verfallen. Abschließend zu diesem Thema ergänzte Bürgermeister Gutbrod: „Nördlich und südlich von Kippenheim bestehen Radwege, in Kippenheim allerdings noch nicht. Durch eine Umfahrung würde zeitgleich auch ein 9 km langer Radweg entstehen. Der Flächenverbrauch von Kippenheim ist lang nicht so groß wie anderswo.“ Alle waren sich einig, dass die B3 Umfahrung ein Gesamtprojekt der Region sei und nicht nur das von Kippenheim.

Im weiteren Gespräch berichtete Bürgermeister Gutbrod, dass sich viel in den letzten drei Jahren in seiner Gemeinde bewegt habe. Stolz sei er auf das neu eröffnete Gesundheitszentrum, in dem fünf Ärzte und zwei Physiotherapeuten arbeiten und auch eine Apotheke vorzufinden ist. Insgesamt gibt es damit sechs Ärzte in Kippenheim, wodurch die Gesundheitsvorsorge für die nächsten Jahrzehnte gesichert ist. Zudem soll ein neues Bürgerhaus kommen, dafür werde im April der Bauantrag gestellt.

Zufrieden zeigte sich Gutbrod auch mit dem Kita-Angebot vor Ort. Alles habe sich gut eingependelt und für weitere Kinder sei noch Puffer da.

Im Bereich der Schulen informierte Gutbrod die Landtagsabgeordnete Sandra Boser darüber, dass die Werkrealschule auslaufen werde. „Dies bietet für uns die Möglichkeit die Grundschule zu stärken. Mit dem Auslaufen der Werkrealschule werden zusätzliche Räume frei. Im Frühjahr findet ein Vor-Ort Termin mit dem Regierungspräsidium statt, um festzustellen, welche Möglichkeiten für die Schule Kippenheim bestehen“, so Gutbrod. Dem fügte Frau Richter hinzu, dass momentan alles verteilt sei. Man könnte das Grundschulgebäude effektiver nutzen und Synergieeffekte herstellen. Sandra Boser teilte abschließend mit: „Für die Eltern und Kinder spielt ein gutes Angebot aber auch eine gute Busverbindung eine entscheidende Rolle bei der Auswahl der Schule. Die Mittel für die Sanierung und Neubau von Schulgebäuden werden zusammengeführt und bieten für beide Varianten Möglichkeiten.“