Unterwegs in Mahlberg – Gerechte Wohnraumverteilung und Lärmschutz wichtig

Mahlberg, 23.9.2016 – Sandra Boser MdL (GRÜNE) zu Besuch in Mahlberg: Gerechte Wohnraumverteilung und Lärmschutz sind die wichtige Themen
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion der Grünen und Abgeordnete im Wahlkreis Lahr/Wolfach Sandra Boser besuchte am vergangenen Freitag die Stadt Mahlberg. Im Gespräch mit Bürgermeister Dietmar Benz, der 3. Bürgermeisterstellvertreterin Ulrike Kesselring (BürgerForum), Ortsvorsteher Bernd Dosch (CDU), den Stadträten Nikolaj Blasi (BürgerForum), Barbara Frieden (SPD) und Jürgen Weber (CDU) sowie Ortschaftsrat Helmut Bakenhus (SPD) wurden wichtige aktuelle Themen diskutiert.

Dabei stellten unter anderem die Wohnraumentwicklung in Mahlberg sowie eine gerechte Verteilung zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen ein wichtiges Anliegen der Gemeindevertreter dar. Auch die Themen Ortsumfahrung B3 im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans sowie der Lärmaktionsplan sind momentan wichtige Themen in der knapp 5000 Einwohner-Stadt in der Südlichen Ortenau.

Im Bereich Wohnraumentwicklung bemängelte Bürgermeister Benz, dass die Stadt hier allmählich an ihre Grenzen komme. Dazu betonte Sandra Boser, dass es wichtig sei, den Flächenverbrauch möglichst gering zu halten und den Fokus auf die Innenentwicklung zu legen. „Wir müssen aber auch endlich mehr in bezahlbaren Wohnraum investieren“, so die grüne Landtagsabgeordnete. Das Land Baden-Württemberg wird hier im Rahmen einer Wohnraumallianz künftig mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. „Der Einstieg in den Bau von bezahlbaren Mietwohnungen ist für uns eines der drängendsten Themen,“ so Boser.

Weitere Defizite sieht Bürgermeister Dietmar Benz in der sparsamen Verteilung der Förderung im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans 2030. Dabei machen der Stadt Mahlberg sowohl der dadurch entstehende Auto- als auch der Eisenbahnlärm zu schaffen. Ein Versuch, besseren Lärm- und Schallschutz über den Lärmaktionsplans, den die Stadt Mahlberg erstellt hat, zu erhalten, scheiterte bislang zum Bedauern des Bürgermeisters. Auch hier bat er um Unterstützung der grünen Landtagsabgeordneten Sandra Boser sowie des neuen Lärmschutzbeauftragten Thomas Marwein (Bündnis 90/Die Grünen). „Dies ist für uns ein äußerst wichtiges Thema, da Lärm in zu großem Ausmaß auf die Dauer krank machen kann“, so die grüne Landtagsabgeordnete und versprach, sich auf Landesebene für eine konsequentere Umsetzung von Lärmschutzrichtlinien einzusetzen.