Besuch der Gemeinschaftsschule Lahr

Lahr, 16.12.2016 – "Wichtig ist vor allem Verlässlichkeit und Qualität"
Um sich vor Ort im Austausch mit dem Schulleiter Günter Ugi, Schulrätin Barbara Bundschuh vom Staatlichen Schulamt Offenburg, Amtsleiter Günter Evermann von der Stadt Lahr, den Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern der Friedrichschule ein Bild von den pädagogischen Konzepten und Methoden der Lahrer Gemeinschaftsschule zu machen besuchte die Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion Sandra Boser aus Wolfach am vergangenen Freitag die Friedrichschule.

Dabei konnte sie sich vor Ort ein Bild von der gut funktionierenden Arbeit im Mathematikunterricht der 6. Klasse unter der Leitung von Lehrerin Nicole Beyer, die auch zur erweiterten Schulleitung gehört, machen. Je nach Leistungsstand arbeiten die Kinder hier Checklisten auf einem Übungsblatt ab, in diesem Fall aus dem Themenbereich Geometrie. "So schaffen wir es, den Bedürfnissen jedes Kindes gerecht zu werden", erklärt Schulleiter Günter Ugi stolz. Auch für die zunehmende Anzahl an Kindern mit Migrationshintergrund, die vor Sprachbarrieren gestellt werden, ist die Gemeinschaftsschule ein idealer Ort, um sich frei von Druck und Stresssituationen in den Unterricht einzufinden. "Da ist ein Schüler zum Beispiel in Mathe allen anderen haushoch überlegen, in Deutsch hat er noch Probleme aufgrund der Sprachsituation. Trotzdem kann er mit den anderen auf die Gemeinschaftsschule und hat in dieser heterogenen Gruppe alle Chancen", so Lehrerin Beyer.

Ein weiteres Plus der Friedrichschule sind die vierwöchigen individuellen Gespräche mit jedem Schüler sowie die Feedbackrunden mit Lehrern, Schülern und Eltern. "In der Gemeinschaftsschule nehmen die Eltern als Vermittler eine ganz wichtige Rolle ein", so Schulleiter Ugi.  Auch Sandra Boser ist vom Konzept der Lahrer Gemeinschaftsschule überzeugt und betont, dass es nun wichtig sei, allen Beteiligten dauerhaft Qualität und Verlässlichkeit zu bieten. „Gemeinschaftsschulen wie die Friedrichschule Lahr sind ganztägig und inklusiv. Sie fördern unsere Kinder individuell und tragen zu mehr Chancengleichheit bei. Die Verschiedenheit und Unterschiedlichkeit der Schülerinnen und Schüler wird wertgeschätzt und gefördert. Der schulische Erfolg eines Kindes darf weder vom Geldbeutel noch von der Herkunft der Eltern abhängen. Wir wollen aus jeder Schülerin, aus jedem Schüler das Beste herausholen, wir wollen kein Kind verlieren. Die Nachfrage bei Schülerinnen und Schülern, Eltern und Kommunen zeigt uns, dass die Gemeinschaftsschule die richtige Antwort auf die Herausforderungen im Bildungssystem sind“, so die bildungspolitische Sprecherin Sandra Boser.