„Innovation und moderne Unternehmensführung als Aushängeschild auf dem internationalen Markt“ – Sandra Boser MdL besucht die Firma BELLIN Treasury International GmbH in Ettenheim

(Ettenheim) Als Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Landtages und als stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion GRÜNE im Landtag besuchte die Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Lahr/Kinzigtal, Sandra Boser, am Montag, den 2. Dezember die Firma BELLIN Treasury International GmbH in Ettenheim um sich mit dem CFO Herr Uwe Reumuth (Chief Financial Officer) und der Personalreferentin (Talent Acquisition and Development) Frau Suzanne Schwarz über die Themen „Fachkräftemangel“ sowie „Infrastruktur“ auszutauschen.

Die Firma Bellin entwickelt und vertreibt maßgeschneiderte Software-Technologien um Firmen, Kreditinstitute und Banken in den Bereichen „Corporate Banking“ und „Treasury“ also im hauseigenen Finanzmanagement zu unterstützen. Bellin ist ein international agierendes Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitern an fünf Standorten weltweit und wurde 1998 von Martin BELLIN in Ettenheim gegründet.

Sandra Boser betonte gleich eingangs im Gespräch mit dem CFO Herr Reumuth und der Personalreferentin Frau Schwarz: „Mir ist es wichtig, dass wir im Wahlkreis wirtschaftlich am Ball bleiben. Die Politik muss für den ländlichen Raum Antworten finden, damit moderne Unternehmen wachsen können. Dazu braucht es die passende Infrastruktur und die Digitalisierung muss vorangetrieben werden. Nur so können wir für internationale Fachkräfte attraktiv bleiben.“ Herr Reumuth hatte nach der Begrüßung neben dem Thema „Go-Green-Initiativen“ von Bellin das Thema „Fachkräftemangel“ zur Sprache gebracht: „Wachstum ist sehr wichtig und das hängt bei uns stark vom Personal ab. Einerseits schauen wir in der Firma, dass wir durch tolle Office-Management-Konzepte, agile Teams und ansprechende Räumlichkeiten gute Arbeitsbedingungen schaffen, andererseits benötigen wir vonseiten der Politik Unterstützung in den Verwaltungsstrukturen und der Infrastruktur, um international im Wettbewerb zu bestehen.“ Sandra Boser pflichtete ihm bei und informierte dazu: „Es ist wichtig, dass wir in Baden-Württemberg unseren Standort behaupten, um gute Köpfe aus aller Welt zu ziehen. Das Cyber Valley in der Region Stuttgart/Tübingen ist da ein sehr gutes Projekt. Gefördert durch das Land Baden-Württemberg wurden dort neue Forschungsgruppen und Lehrstühle auf den Gebieten Maschinelles Lernen, Robotik und Computer Vision geschaffen und es bringt Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, sowas hat Strahlkraft für das ganze Land. Darüber hinaus hat erst kürzlich in Hornberg das Welcome Center südlicher Oberrhein eröffnet, welches Unternehmen bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland berät und unterstützt.“ Frau Schwarz nahm dies dankbar zur Kenntnis und betonte in diesem Zusammenhang: „Die Fachkräfte, die wir suchen, sind sehr gut informiert und wir haben das Glück, dass diese Menschen immer noch gerne zum Arbeiten nach Deutschland kommen. Die Blue Card ist eine gute Sache, der Verwaltungsaufwand ist aber nach wie vor hoch für die Unternehmen.“ Die Blaue Karte EU, die „Blue Card“, gibt hochqualifizierten Fachkräften ein Aufenthaltsrecht in Deutschland und der EU. Sandra Boser stimmte dem zu: „Das Einwanderungsgesetz geht noch nicht weit genug, es werden beispielsweise Menschen abgeschoben, die bereits in Arbeit sind, das ist nicht zeitgemäß und geht an den Bedürfnissen der Wirtschaft vorbei.“

Abschließend kamen noch im Zusammenhang mit der Attraktivität des Standorts Ettenheim im Wettbewerb um Fachkräfte die Themen „Anbindung an den ÖPNV“ und „Öffnungszeiten von Kindertagesstätten“ zur Sprache. Die Landtagsabgeordnete informierte dazu: „Der Kreis hat vor zwei Jahren ein Nahverkehrskonzept erstellt, welches derzeit in der Umsetzung ist. Von Landesseite haben wir das Ziel von 05.00 Uhr bis 24.00 Uhr eine einstündige Taktung für alle zu erreichen, der ÖPNV muss als Alternative interessanter und verlässlicher werden. Dafür hat das Land die Zuschüsse erhöht. Gleiches gilt für die Kindertageseinrichtungen, auch dort haben wir die Zuschüsse vom Land erhöht um die Qualität weiter zu verbessern und die Kommunen beim Ausbau der Angebote zu unterstützen.“

Neben dem Gespräch stand noch ein Rundgang durch die Räumlichkeiten des 2015 erbauten Gebäudes BELLIN II auf dem Programm, bei dem sich die Landtagsabgeordnete ein Bild von den Arbeitsräumen und der „Wall of Values“, den Werten des Unternehmens als mannshohes Kunstwerk des Künstlers Stefan Strumbel, in der „HappyOur“-Cafeteria machen konnte.