Land fördert Innenentwicklung und Bürgerbeteiligung in Lahr und Friesenheim mit 87.900 Euro

(Lahr/Friesenheim) Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau gab heute Morgen bekannt, dass im Rahmen der Innenentwicklung der Kommunen insgesamt etwa 700.000 Euro ausgegeben werden. Dabei sind in der südlichen Ortenau sowohl die Gemeinde Friesenheim wie auch die Stadt Lahr bedacht worden.

„Ich freue mich sehr, dass Friesenheim 49.000 Euro für ein ortsübergreifendes Gemeindeentwicklungskonzept zur inklusiven und umfassenden Bürgerbeteiligung erhält,“ so die Grüne Landtagsabgeordnete Sandra Boser aus Lahr-Wolfach. Auch die Stadt Lahr wird vom Land mit 38.900 Euro für die Neugestaltung einer Zeilenhaussiedlung und Schaffung von Wohnraum im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs „Neues Quartier Lahr-West“ bedacht. „Die Stadt Lahr wächst ständig, daher ist Wohnraum dringend nötig. Das Quartier Lahr-West ist der sanierungsbedürftigste Standort in Lahr. Daher werden hier Veränderungen und neue Wohnungen in einem Projekt mit der Bürgerschaft vor Ort neugestaltet. Diese Vorgehensweise fordern wir verstärkt als Grün-schwarze Landesregierung für eine zukunftsgewandte Quartiersentwicklung“, so Sandra Boser.

Mit dem Programm sollen, so das Wirtschaftsministerium, Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg dabei unterstützt werden ihre Innenentwicklungspotenziale aktiv in den Angriff zu nehmen. So können Projekte zur Schaffung von Wohnraum gezielt angestoßen werden. „Auf diese Weise setzen die Kommunen Impulse für die Innenentwicklung und koordinieren den Wohnungsbau vor Ort,“ so die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Das Programm fördere unterschiedlichste Maßnahmen zur Innenentwicklung und qualitätsvollen Nachverdichtung. Ein zentrales Thema sei es dabei, neuen Wohnraum zu schaffen.

Das Spektrum der geförderten Projekte reicht von der Unterstützung kommunaler Flächenmanager über Konzepte zum Ausbau von Dachgeschossen oder Auf-stockungen bis hin zu städtebaulichen Quartiersentwürfen und Entwicklungskonzepten.

Weiterführende Informationen

Das Förderprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wurde zusammen mit den kommunalen Landesverbänden entwickelt. Es richtet sich an alle Städte, Gemeinden, Gemeindeverwaltungsverbände, Landkreise und Zweckverbände in Baden-Württemberg. Das Programm unterstützt nicht-investive Maßnahmen eines kommunalen Flächenmanagements. Förderschwerpunkt ist die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Bestehende Leerstände und innerörtliche Flächen, wie Baulücken und Brachflächen, aber auch Potenziale zur Nachverdichtung sollen aktiviert werden, insbesondere durch Aufstockungen oder Dachausbau.

 

Auch der Einsatz kommunaler Flächenmanager wird im Rahmen des Programms gefördert, um innerorts Flächen für den Wohnungsbau zu gewinnen. Die Flächenmanager dienen als zentrale Ansprechpartner und Koordinatoren für Prozesse der Innenentwicklung. Sie sind das Bindeglied zwischen Verwaltung, Grundstückseigentümerinnen und -eigentümern, Investorinnen und Investoren sowie allen beteiligten Akteuren. Seit 2009 wurden mit dem Programm rund 300 Projekte zur Innenentwicklung mit insgesamt rund sieben Millionen Euro unterstützt.