Mit der GEW in der Dammenmühle

(Lahr) Ganztagsschule, Inklusion, Probleme Schulleiterstellen zu besetzen, die Bezahlung von Lehrkräften an Grund- und Hauptschulen, die Zukunft der Gemeinschaftsschule, die Themenliste für die Lehrer-Sprechstunde „Arbeitsplatz Schule“ mit Sandra Boser, der bildungspolitischen Sprecherin, stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen und Landtagsabgeordneten des Wahlkreises Lahr/Wolfach war lang, dazu gesellten sich tagesaktuell noch einige Äußerungen und Erlasse des CDU-geführten Kultusministeriums wie die abrupte Beendigung des Modellversuchs „Grundschule ohne Noten“, zwanzig Lehrerinnen und Lehrer aus allen Schularten in der Ortenau nutzten die Einladung von Horst Kosmalla, der für die Bildungsgewerkschaft GEW in die Lahrer Dammenmühle zu Kaffee und Kuchen geladen hatte.

Als Personalräte und Vertrauensleute an ihren Schulen hatten die Kaffeegäste einige Fragen an die Politikerin im Gepäck, „Das Träumen ist der Sonntag des Denkens“, der Sinnspruch in der Giebelwand hoch über den Köpfen der Pädagogen weckte so manche Begehrlichkeit an die Adresse der Politik. Die bildungspolitische Sprecherin zeigte als Frau eines Lehrers und Mutter zweier Söhne  dafür durchaus Verständnis, machte aber gleichzeitig die politischen Leitplanken des Regierungshandelns deutlich. Nicht alle Wünsche und Forderungen können erfüllt werden. Die Erhöhung der Mittel für Grundschulen, Realschulen, Inklusion, Ganztag und Ethik sind aber wichtige Eckpfeiler die die Regierung im aktuellen Haushalt abgebildet habe. Die Qualität der Schulen im Land zu verbessern ist das erklärte Ziel, dazu werden derzeit verschiedene Maßnahmen geprüft wie bspw. die Verbesserung der Situation bei den Schulleitungen.

Zudem  stehe sie aber im steten Dialog mit den Lehrerinnen und Lehrern im Land, was sich auch in der Bereitschaft widerspiegle, einmal im Jahr der GEW Rede und Antwort zu stehen, Kosmalla vernahm die Kunde mit Wohlwollen und hoffte, dass sich auch für 2019 auf der Agenda einige Dinge dann zum Besseren gewendet hätten, 2017 hatte er mit Boser noch über die Kürzung der Eingangsbesoldung für neu eingestellte Pädagogen sprechen müssen, diese sei jetzt vom Tisch, ein Erfolg, der langfristig vielleicht auch die Probleme bei der Stellenbesetzung beseitigen hilft.