Ortenaukreis und Gemeinde Rust für Digitalprojekte prämiert

Landtagsabgeordnete Sandra Boser (GRÜNE) und Marion Gentges (CDU): „Mit der Einrichtung der digitalen Assistentin „Ortena“ sowie einer Onlineberatung über Videochat wird Digitalisierung erfolgreich vor Ort umgesetzt“

Der Ortenaukreis und die Gemeinde Rust sind beim Wettbewerb „Städte und Gemeinden 4.0 – Future Communities“ ausgezeichnet worden. Das Land fördert die Entwicklung des digitalen Projekts „Ortena“ mit einem Zuschuss von 100.000 Euro. Die Gemeinde Rust erhält für die Einrichtung einer Onlineberatung über Videochat 4.428 Euro. „Glückwunsch an den Ortenaukreis und die Gemeinde Rust zu diesem tollen Erfolg. Die landesweit ausgewählten Projekte zeigen, wie digitale Programme unseren Alltag erleichtern und Bürgerinnen und Bürger einen leichteren Zugang zur Verwaltung erhalten können. Die Landesregierung will mit diesem Wettbewerb innovative Vorhaben belohnen, die vor Ort einen wichtigen Teil zu einem in die Zukunft gerichteten Lebensumfeld beitragen“, so die Landtagsabgeordneten Boser und Gentges aus Lahr-Wolfach anlässlich der Übergabe der Förderbescheide durch Innenminister Thomas Strobl am heutigen Donnerstag in Stuttgart.

Die Landesregierung fördert Anträge von 45 Preisträgern mit insgesamt 1,08 Millionen Euro. Die Sieger wurden von der Landesregierung durch eine gemeinsame Jury mit dem Städte- und dem Gemeindetag ausgewählt. Ziel des Wettbewerbs ist, Lust auf den digitalen Wandel zu machen und jede Kommune bei der Digitalisierung mitzunehmen. Die Auszeichnungen reichen von digitale Verwaltungsassistenten, ein Programm zur Erfassung von Straßenschäden mit Künstlicher Intelligenz oder Apps zur Beteiligung von Jugendlichen in der Kommunalpolitik.

Der Ortenaukreis hat in Kooperation mit der Gemeinde Rust die digitale Assistentin „Ortena“ entwickelt. Sie wird beispielsweise Anfragen automatisiert beantworten, Termine vereinbaren oder Online-Dienstleistungen wie die Reservierung von Wunschkennzeichen erledigen.  Dadurch kann der Weg aufs Amt in vielen Fällen vermieden werden. Die von der Gemeinde Rust entwickelte Onlineberatung über Videochat soll dann später in „Ortena“ integriert werden.

Mit dem Programm „Städte und Gemeinden 4.0 – Future Communities” unterstützt die Landesregierung kommunale Digitalisierungsprojekte. Ganz gezielt werden damit auch erste digitale Schritte von Kommunen unterstützt. So soll die Digitalisierung in die Fläche gebracht und die Städte und Gemeinden auf ihrem Weg zur Zukunftskommune begleitet werden.

Im Unterschied zur ersten Ausschreibung im Jahr 2017 konnten sich dieses Jahr neben den 1001 Städten und Gemeinden erstmals auch die 35 Landkreise Baden-Württembergs mit Digitalisierungsprojekten bewerben. Ausdrücklich erwünscht waren zudem Gemeinschaftsprojekte mehrerer Kommunen, um die Digitalisierung in die Fläche unseres Landes zu tragen. Insgesamt reichten dieses Mal 84 Kommunen Anträge ein.

Die eingereichten Projekte orientieren sich an den strategischen Schwerpunktthemen der landesweiten Digitalisierungsstrategie digital@bw wie Mobilität, digitale Verwaltung oder Gesundheit.