Sandra Boser MdL besucht Black Forest Games in Offenburg

(Offenburg) Am Donnerstag, den 05.12.2019 besuchte die Landtagsabgeordnete Sandra Boser (Grüne) das Team vom Studio Black Forest Games in Offenburg, um sich mit den beiden Geschäftsführern Adrian Goersch und Andreas Speer sowie dem Produktmanager Mischa Strecker über die Games Branche auszutauschen. Adrian Goersch ist auch Ansprechpartner für die Regionalvertretung des Branchenverbandes „GAME“ in Baden-Württemberg, die dieses Jahr zentrale Forderungen an die Landespolitik gestellt hatte, um die Games-Branche in Baden-Württemberg zu stärken. Als Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Landtages war es für die Abgeordnete ein wichtiger Austausch für die wirtschaftspolitischen Möglichkeiten der Games-Branche.

Die Games-Branche stellt für Baden-Württemberg einen neuen und innovativen Wirtschaftsfaktor dar. Mit ihren innovativen digitalen Inhalten und Technologien gehört die Games-Branche zu dem fortschrittlichsten Medium und bietet nicht nur Unterhaltung, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag beispielsweise in der Automobilbranche oder der Medizin. Um das Potenzial dieses neuen Wirtschaftszweiges vor Ort besser nutzen zu können, fordert „GAME Baden-Württemberg“ die Rahmenbedingungen zu verbessern. Die vier zentralen Forderungen sind der Ausbau der Games-Förderung, die Stärkung der Vernetzung, dedizierte Hubs und Förderung für Gründer. Weitere Informationen gibt es unter bawue.game.de.

Zu Beginn des Treffens erhielt Sandra Boser eine kurze Einführung zum Studio Black Forest Games. Es wurde 2012 gegründet und hatte anfangs 30 Mitarbeiter beschäftigt. Mit dem Spiel „Giana Sisters“ wurde das Unternehmen international bekannt. So war es möglich aus eigenem Kapital ein neues Spiel aufzubauen. Dank weiterer Auftragsspiele, wie beispielsweise einem Fahrschulsimulator für Deutschland, Österreich und die Schweiz, war die Finanzierung für weitere eigene Projekte gesichert. Seit 2017 ist THQ Nordic der Mutterkonzern von Black Forest Games. Heute zählt das Unternehmen 75 Mitarbeiter aus 13 verschiedenen Nationalitäten. Der Standort in Offenburg soll langfristig erhalten bleiben, da er auch für junge Familien attraktiv ist.

Nach dieser kurzen Vorstellung des Unternehmens wurde Sandra Boser von den beiden Geschäftsführern das Studio gezeigt. Bei dem Rundgang wurde ersichtlich, dass es sehr viele einzelne Arbeitsschritte bedarf, bis es von der Idee zur Umsetzung und letztlich zur Spielveröffentlichung kommt. Dazu gehören unter anderem Level designen Charaktere skizzieren, Kleidung entwerfen, Farben auswählen, Graphiken in 3 D erstellen, Spielmechanik entwickeln, den Figuren eine Sprache geben uvm..  Ein Mitarbeiter erklärte Sandra Boser, dass nicht nur neue Spiele auf den Markt kommen, sondern auch ältere beliebte Spiele eine Neuauflage erhalten. „Viele Spieler lieben Neuauflagen von alten Spielen“, stimmte Sandra Boser zu.

Nach dem Rundgang erkundigte sich Sandra Boser bei Adrian Goersch wie es mit der Fachkräfteakquise klappt. „Wir sind international gut aufgestellt. IT-Fachkräfte zu gewinnen, ist eine Herausforderung. Gerade junge Leute mit Erfahrung zu bekommen, ist schwierig. Viele Mitarbeiter stammen neben Deutschland auch aus Frankreich, aber wir suchen natürlich auch international “, so Goersch. „In Polen, England, Frankreich wird die Games-Branche stärker gefördert“, ergänzt Adrian Goersch. Dem pflichtete Sandra Boser bei: „Die Welt verändert sich, Baden-Württemberg muss sich mitentwickeln. Man muss auch weiter in Forschung und Digitalisierung investieren, um unseren starken Wirtschaftsstandort zu erhalten.“ Adrian Goersch berichtete: „Inzwischen ist Potenzial da, um gut zu wachsen. Das war vor fünf Jahren so noch nicht der Fall.“

Am Ende der Gesprächsrunde teilte Sandra Boser mit: „Wir wollen die Rahmenbedingungen für Start-Ups weiter verbessern. Dazu wurde beispielsweise innerhalb der WRO (Wirtschaftsregion Ortenau) finanzielle Ausstattung für Working-Spaces und Gründerbüros vom Land zur Verfügung gestellt. Wir haben zudem die „Initiative Wirtschaft 4.0“ ins Leben gerufen, womit unter anderem die Projekte der regionalen Digital Hubs (Digitalisierungszentren) angestoßen wurden, die Anlaufstellen für kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen sind.“

Abschließend sagte Sandra Boser: „Das Studio Black Forest Games ist ein Unternehmen mit vielen Innovationen. Es zeigt, welches Potential in dieser Branche auch für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg liegt.“