Sandra Boser zu Besuch bei der Albea GmbH in Friesenheim

Am Donnerstag, den 14.2. war die grüne Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Lahr-Kinzigtal und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sandra Boser zu Gast bei der 1974 gegründeten Albea GmbH in Friesenheim. Dabei stellten die Geschäftsführer Ralf Heitzelmann und Klaus Higel im Rahmen eines Gesprächs der grünen Landtagsabgeordneten Geschichte und Schwerpunkte der Firma vor.

Das unter dem Firmennamen Alco 1974 gegründete Aluminium-Bearbeitungswerk erstreckt sich inzwischen auf eine Fläche von 14 000 Quadratmetern. Der Jahresumsatz betrug zuletzt 27 Millionen Euro. Die Firma hat sich auf die mechanische Bearbeitung von Aluminium-Profilen sowie die Oberflächenbehandlung des Leichtmetalls durch Pulverbeschichtung und Eloxal-Veredelung spezialisiert und ist damit am Markt sehr erfolgreich. Die Stückzahlen gingen weiter nach oben. Mit 300 Mitarbeitern ist Albea mittlerweile größter Arbeitgeber in Friesenheim.

Laut Geschäftsführer Heitzelmann bringe das wirtschaftliche Wachstum das Unternehmen allerdings an seine Kapazitätsgrenze. In der Planung sei daher ein Anbau in nördlicher Richtung für eine spezielle Halle für Eloxal-Arbeiten. Der Bebauungsplan, der eine Fläche von rund 2,4 Hektar umfasst, traf beim Ortschaftsrat Schuttern auf breite Zustimmung. „Wir hoffe auf einen möglichen Bautermin noch Ende 2019“, so Heitzelmann. Die Kosten für die Halle werden auf ca. fünf Millionen Euro geschätzt, weitere fünf Millionen dürfte die Anschaffung der zusätzlichen Maschinen kosten. Albea hat einen hohen Energiebedarf, den das Unternehmen auch dank eigenem Blockheizkraftwerk decken kann. Die EEG-Umlage mache dem Unternehmen aber trotzdem zu schaffen, so Geschäftsführer Higel. „Da sind wir dran!“, so die grüne Abgeordnete. Umweltminister Franz Untersteller wolle etwa die EEG-Umlage, die auf Bundesebene geregelt ist, ebenso wie die Stromsteuer, ganz abschaffen und über einen CO2-Mindestpreis gegenfinanzieren. Sandra Boser: „Das ist eine sehr gute Initiative – nicht nur aus Klimaschutzgründen, sondern auch für die Wirtschaft, denn sie schafft Planbarkeit und Verlässlichkeit!“

Das Unternehmen bietet derzeit Platz für sieben Auszubildende als Werkzeugmechaniker/in, Oberflächenbeschichter/in und Informatikkaufmann/frau und hat eine Kooperation mit Schulen in Friesenheim. „Eine Ausbildungswerkstatt bietet für Azubis ein sehr gutes Angebot um die Ausbildung durch Projekte zu stärken“, so die bildungspolitische Sprecherin Sandra Boser. Beim abschließenden Rundgang durch die Werkhallen konnte die grüne Landtagsabgeordnete sich von der praktischen Umsetzung der erfolgreichen Produktion überzeugen. „Der Mittelstand ist für Baden-Württemberg der Grundstein für die Wirtschaftsstärke. Der Austausch mit Unternehmen ist daher ein wichtiger Teil der politischen Arbeit.“ so Sandra Boser abschließend, die auch Mitglied im Wirtschaftsausschuss ist.