„Spitzenreiter für Messtechnik“ – Sandra Boser MdL besucht die Firma QS-Grimm in Gutach

(Gutach) Anlässlich der Auszeichnung „Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg“ 2018 besuchte die Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Lahr/Kinzigtal, Sandra Boser, als Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Landtages und als stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion GRÜNE am Freitag den 17. Januar das Familienunternehmen QS-Grimm GmbH in Gutach. Bei einem Gespräch und einem Rundgang durch das Unternehmen tauschte sich die Abgeordnete mit den beiden Geschäftsführern Daniel und Volker Grimm über die Themen „Breitbandausbau“, „Cyber-Sicherheit“ und „Mitarbeitergewinnung“ aus.

Das Familienunternehmen QS (Qualitätssicherung)-Grimm ist auf hochsensible Geräte-Kalibrierung und Messtechnik spezialisiert. An drei Standorten in Gutach, Offenburg und Neustadt arbeiten 54 Mitarbeiter unter der Geschäftsleitung der beiden Brüder Daniel und Volker Grimm, die das Unternehmen bereits in zweiter Generation führen.

Nach einer Präsentation über die Produktpalette und den Werdegang des Unternehmens durch Volker Grimm zeigte sich Sandra Boser beeindruckt: „Die Ortenau ist eine der wirtschaftsstärksten Regionen mit vielen Unternehmen, die innovativ arbeiten und Spitzenreiter im Markt sind, wie die Firma QS-Grimm. Das ist für unseren Forschungsstandort extrem wichtig.“

Um präzise 3D-Messtechnik und Kalibrierung auf höchstem Niveau anbieten zu können, benötigt die Firma QS-Grimm spezielle Rahmenbedingungen, erläuterte Daniel Grimm. Beispielsweise ist die erschütterungsarme Lage in Gutach ein wichtiger Faktor, zudem sind die Räume mit den jeweiligen Messgeräten auf genau 20 Grad Celsius temperiert, um exakte Ergebnisse zu erzielen. Darüber hinaus arbeite die Firma mittlerweile mit maßgeschneiderter Software, das Unternehmen habe daher einen sehr hohen Datentransfer. In diesem Zusammenhang verwies Volker Grimm auf den mangelnden Breitbandausbau, der auch ihr Unternehmen betreffe. Dazu informierte Sandra Boser: „Das Land und die Bürgermeister vor Ort engagieren sich stark dafür, dass in der Region kein Standortnachteil durch mangelnden Breitbandausbau für Technologieunternehmen entsteht. Das Land hat das Budget für den Breitbandausbau im letzten Haushalt mit 600 Mio. erhöht und eine Clearingstelle dazu eingerichtet. Leider zieht sich die Telekom als Wirtschaftsunternehmen zurück, wenn es sich nicht für sie lohnt. Man sollte daher auch andere Internet-Technologien wie z.B. das geplante US-Starlight-Satellitennetzwerk im Blick haben.“

Daniel Grimm bemerkte auch, dass sie als Unternehmen das Thema Cyber-Kriminalität umtreibe. Sandra Boser informierte dazu: „Die Landesregierung plant derzeit eine Cybersicherheitsagentur. Dafür sind im Haushalt 2020 400.00 Euro und für 2021 465.00 Euro eingestellt. Mit den Mitteln können 46 Personalstellen für IT-Spezialisten geschaffen werden.“

Zum Abschluss kamen die Landtagsabgeordnete und die Geschäftsführer auf das Thema „Mitarbeitergewinnung“ zu sprechen. Daniel Grimm berichtete, dass für Ihre Firma zuverlässiges und vor allem langfristiges Personal wichtig sei. Sandra Boser äußerte sich dazu optimistisch: „Jungen Menschen muss eine attraktive Zukunftsperspektive angeboten werden. Wir vom Land setzen da auf gute Infrastruktur wie bezahlbaren Wohnraum und eine gute Anbindung an den ÖPNV. Auch wird der Fachkräftemangel ohne Zuwanderung nicht zu schaffen sein, sehr wichtig sind hierbei gute Weiterbildungsangebote.“