Startschuss für 17 Projekte im Bereich Wohnen, Innentwicklung und Arbeit für den Ortenaukreis

MdL Boser: „Der Ländliche Raum liegt uns am Herzen – 915.200 Euro für Projekte im Bereich Wohnen, Innentwicklung und Arbeit in Hofstetten, Gutach, Hornberg, Mühlenach, Steinach, Hausach und Schuttertal“

Die Gemeinde Schuttertal erhält zur Unterstützung des Projekts zum Umbau eines typischen Schwarzwaldhofes 55.000 Euro. Bei dem Einzelprojekt sollen vorhandene Leerstände zu Wohnraum umgebaut werden. Mit der Bewilligung der Förderung aus dem Entwicklungs­programm Ländlicher Raum wird hier nicht nur gute Bausubstanz erhalten, sondern auch zeitgemäßer Wohnraum geschaffen.

Auch in Hofstetten werden 4 Bauvorhaben unterstützt. Zusätzlich wird über den Förderschwer­punkt Bürgerbeteiligung eine Online-Bürgerbefragung mit anschließendem Bürger-Workshop für das „Dorf der Zukunft“ unterstützt. Hofstetten erhält für diese Projekte insgesamt eine Unterstützung von 104.820 Euro.

Für die Modernisierung des Hotels Schöne Aussicht gibt es durch die ELR Förderung 200.000 €. Als der übernachtungsstärksten Hotelbetriebe in der Region trägt er zum Erfolg der Touris­musregion Schwarzwald bei. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen wird das Block­heizkraftwerk modernisiert sowie die alten Fenster erneuert, um dem heutigen energetischen Stand zu entsprechen.

„Der Ländliche Raum liegt uns Grünen am Herzen. Wir wissen, dass er große Herausforderungen zu bewältigen hat“, erklärt die Grüne Abgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sandra Boser. Deshalb habe die grün-geführte Landesregierung das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) noch einmal um acht Millionen Euro aufgestockt. Mit der Rekordsumme von mehr als 75 Millionen Euro fördere Grün-Schwarz schwerpunktmäßig Innenentwicklung und Wohnraum – erstmals mit einem Extra-Förderzuschlag, wenn fürs Bauen Holz verwendet wird.

In diesem Jahr gibt es drei Millionen Euro für die Grundversorgung – etwa Dorfläden, Dorf­gaststätten oder lokale Handwerksbetriebe. Auch für Unternehmensentwicklung und Arbeiten im Ländlichen Raum ist eine Vielzahl von Projekten bewilligt worden. Sandra Boser: „Wir wollen, dass unsere Ortskerne lebendig und lebenswert bleiben. Dazu gehört wohnortnahe Versorgung und wohnortnahes Arbeiten.“ Aus diesem Grund ist die Bewilligung zur Unterstützung einer Bürgerbeteiligung wie in Hofstetten so wichtig. Mit dem Projekt „Dorf der Zukunft“ können die Bürgerinnen und Bürger mitentscheiden, wie sich ihr Lebensumfeld verändern kann.

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (kurz ELR) stärkt gezielt die ländlichen Regionen in Baden-Württemberg. 442 Gemeinden wurden in diesem Jahr ausgewählt. „Die Modernisierung des Hotels Schöne Aussicht hat sich im Wettbewerb um die besten Projekte durchgesetzt, das ist eine Auszeichnung“, freut sich die Grünen-Abgeordnete Boser.

„Die Landesregierung trägt mit der ELR-Förderung bedeutend zu gleichwertigen Lebens­bedingungen im ganzen Land bei. Die ELR-Projekte haben zum Ziel, die Strukturen ländlich geprägter Orte nachhaltig zu verbessern“, betont Boser. Rund die Hälfte der Mittel 2019 werden für die Innenentwicklung der Kommunen und das Schaffen von Wohnraum verausgabt. „Innen vor außen: So dämmen wir den Flächenverbrauch ein und stärken die Ortskerne“, sagt Sandra Boser. „Die erfolgreiche ökologische Neuausrichtung des Programms wird auch 2019 konsequent fortgesetzt.“

 

Hintergrund Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum

Das ELR ist das zentrale Investitionsförderprogramm des Landes für den Ländlichen Raum. Ergänzend zu anderen Förderprogrammen und -kulissen im Ländlichen Raum wie Leader, Plenum, den zwei Biosphärengebieten und den sieben Naturparken gibt es Impulse, die Ländliche Regionen attraktiver machen. Die grün-geführte Landesregierung will mit dem ELR den Ländlichen Raum nachhaltig stärken und hat das Programm seit 2012 auf die aktuellen Herausforderungen in Klimaschutz und Ressourceneffizienz ausgerichtet.

Im Sinne einer Politik für Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Lebensqualität im Ländlichen Raum führen Energieeinsparung, hohe Energieeffizienz, erneuerbare Energien oder umweltfreundliche Bauweisen bei privaten Projekten zu einem Fördervorrang und sind für kommunale Projekte Fördervoraussetzung.

Die Auswahl der Orte und der Projekte erfolgte in einem Wettbewerb der besten Ideen, basierend auf den Entwicklungskonzepten der Gemeinden. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz trifft jährlich die Programmentscheidung. Bis zur Aufnahme der Orte und Projekte in die Programmentscheidung wird auch die strukturverbessernde Wirkung der Projekte beurteilt. Je größer die strukturellen Mängel der Gemeinden, je schlüssiger und realistischer das Entwicklungskonzept und die geplanten strukturverbessernden Maßnahmen sind, desto größer ist die Chance zur Aufnahme in das ELR-Programm.

Mit dem ELR als zentralem und flexiblem Förderinstrument für den Ländlichen Raum unterstützt das Land die nachhaltige strukturelle Verbesserung in ländlich geprägten Gemeinden. Ziel ist es, den Ländlichen Raum als zeitgemäßen und attraktiven Wohn-, Lebens- und Arbeitsort zu erhalten, die ökologische und soziale Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstützen, den demografischen Veränderungsprozess zu gestalten, die dezentrale Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur des Landes zu erhalten sowie der Abwanderung entgegenzuwirken.

Auf dem Foto: Martin Aßmuth, Bürgermeister von Hofstetten, und Sandra Boser, MdL