Startsignal für kommunale Integrationsmanager

Wolfach/Lahr, 24.7.2017 – Kommunen können ab sofort Förderanträge stellen – Pakt für Integration wird umgesetzt

Der Baden-Württembergische Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha hat den Kommunen und Landkreisen grünes Licht gegeben, Förderanträge für die Integrationsmanager zu stellen. Die vom Land geförderten Integrationsmanager sind ein Kernelement des Pakts für Integration, den das Land und die Kommunalen Landesverbände in diesem Jahr geschlossen haben. Damit die Förderung der Integrationsmanager möglichst schnell starten kann, werden zunächst 60 Prozent der dafür in diesem Jahr vorgesehenen Mittel zur Verfügung gestellt. „So können noch in diesem Jahr die ersten Integrationsmanagerinnen und -manager  gefördert werden“, sagt die Grünen-Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sandra Boser. Und betont: „Die Förderung bedeutet eine Entlastung für die Kommunen.“ Mit dem Pakt für Integration setze Baden-Württemberg bundesweit Maßstäbe bei der Integration von Geflüchteten, so Boser.

→ Bericht in der Badischen Zeitung vom 25.7.2017

Die Grünen-Politikerin erklärt weiter: „Die Unterstützung der Integrationsarbeit vor Ort ist unserer Landesregierung ein wichtiges Anliegen. Denn wir wissen und schätzen, was und vor allem wie viel in den Städten, Gemeinden und Landkreisen geleistet wird. Ich bin Integrationsminister Manne Lucha deshalb sehr dankbar, dass er nun in einer ersten Tranche 60 Prozent der der für 2017 zur Verfügung stehenden Mittel freigibt.“ Die abschließende Verteilung der Mittel erfolgt dann im Herbst. Zunächst stehen im Wahlkreis Lahr die folgenden Mittel zur Verfügung: die Stadt Lahr hat im Rahmen der vorläufigen Verteilung Anspruch auf eine volle Stelle und erhält hierfür vom Land 104.783 Euro. Für Stellen gemeinsam mit anderen Kommunen sind die Städte Ettenheim (43.102 Euro), Haslach (21.551 Euro), Hausach (45.332 Euro), Hornberg (34.185 Euro), Mahlberg (14.120 Euro) und Wolfach (9.661 Euro) sowie die Gemeinden Fischerbach (23.037 Euro), Friesenheim (11.890 Euro), Kippenheim (21.551 Euro), Gutach/Schwarzwaldbahn (10.404 Euro), Hofstetten (15.606 Euro), Meißenheim (28.240 Euro), Mühlenbach (16.349 Euro), Oberwolfach (6.688 Euro), Ringsheim (11.890 Euro), Rust (37.157 Euro), Schuttertal (4.459 Euro), Seelbach (28.240 Euro), Steinach (25.267 Euro), Schwanau (31.157 Euro) und Kappel-Grafenhausen (31.955 Euro) von den vorläufigen Ausschüttungen bedacht.

Aufgabe von Integrationsmanagerinnen und -managern, wie sie der Pakt für Integration vorsieht, ist die flächendeckende und individuelle Sozialberatung für Geflüchtete in der Anschlussunterbringung. Viele Kommunen und Kreise warten schon länger darauf, Integrationsmanager zu beschäftigen. Sie können jetzt loslegen. „Die Geflüchteten sind in den Kommunen angekommen, jetzt lautet die Aufgabe, sie ordentlich zu integrieren, und dafür brauchen wir die Integrationsmanager“, sagt Landtagsabgeordnete Sandra Boser.

Die Förderanträge können online über  www.pik-bw.de „FörderantragIntegrationsmanagement“ abgerufen werden.