Windkraft als Chance für das Kinzigtal

Pressemitteilung: Tourismus und Natur durch zukunftsweisende Windparks im Schwarzwald unberührt

Lahr, 4.11.2016 – Im Zuge der aktuelle heißen Debatte um die Windkraft im Kinzigtal sprach sich die grüne Landtagsabgeordnete Sandra Boser aus Lahr-Wolfach noch einmal deutlich für den Bau von Windparks auch im Kinzigtal aus. „Die Energiewende ist eine der wichtigsten Aufgaben der Zukunft – gerade in Zeiten des Klimawandels. Erneuerbare Energien als Alternative zu Atom und Kohle sind die Zukunft. Das Kinzigtal bietet hier mit seinen guten Windverhältnissen exzellente Bedingungen“, so Sandra Boser.
Erst Ende Oktober war durch Umweltminister Franz Untersteller der Windpark am Kambacher Eck eröffnet worden. Die vier Windräder erzeugen seit einigen Monaten Strom für etwa 10.000 Haushalte in den Gemeinden Schuttertal, Steinach und Biberach. Dabei wurde selbstverständlich Rücksicht auf den Tier- und Umweltschutz genommen. Unter anderem wurden 100 Fledermauskästen und die Schaffung von sechs Hektar Ausgleichsfläche vorgenommen.

„Natürlich ist es beim Bau zusätzlicher Windräder wichtig, die Begebenheiten vor Ort zu berücksichtigen. Vor allem im Schwarzwald als wertvolles Natur- und Erholungsgebiet spielt dies eine große Rolle“, so die grüne Landtagsabgeordnete. Allerdings werde dieses Argument von Windkraftgegnern häufig auch nur als Vorwand verwendet, um gegen den Zuwachs erneuerbarer und zukunftsweisender Windkrafttechnologien Stimmung zu machen.

Aber auch aus anderer Richtung weht der Windkraft momentan ein steifer Wind entgegen. Vor einigen Wochen hatte eine Anzeige der Hochschwarzwald-Tourismus GmbH in der Lokalausgabe der Badischen Zeitung für Furore gesorgt. Geschäftsführer Thorsten Rudolph behauptete hier, die geplante Zerstörung des Landschaftsbildes zerstöre Existenzen und prognostiziert einen Rückgang der Gästezahlen durch die Installation neuer Windkrafträder.
Hier widerspricht die grüne Landtagsabgeordnete aus Lahr-Wolfach deutlich: „Im Ortenaukreis, der im Regierungsbezirk Südbaden die höchste Dichte an Windanlagen aufweist, konnten keinerlei negative Auswirkungen auf den Tourismus festgestellt werden. Im Gegenteil.“ So zeigt eine Studie der Austrian Energy Wind Association, dass Regionen, in denen Windkraft und erneuerbare Energieträger in Tourismuskonzepte integriert sind diese sogar als zusätzliches Zugpferd für den Tourismus dienen können.1
„Dies zeigt deutlich, dass erneuerbare Energien, Naturschutz und Tourismus beim Thema Windkraft Hand in Hand gehen müssen. Es bringt nichts, diese drei Faktoren gegeneinander auszuspielen“, so Sandra Boser. „Um langfristig von gefährlicher Atom- und Kohlestromgewinnung wegzukommen müssen wir die erneuerbaren Energien stärker voranbringen. Nur so kann uns langfristig eine nachhaltige und auch am Wohl zukünftiger Generationen orientiere Energiewende gelingen“, betont die grüne Landtagsabgeordnete abschließend.

1 IG Windkraft, Austrian Energy Association (2013): Windkraft und Tourismus, Hintergrundpapier: https://www.igwindkraft.at/mmedia/download/2014.01.15/1389796272058693.pdf