„Wir wollen eine Schule für alle sein“ – Sandra Boser zu Besuch in Schuttertal

(Schuttertal) Am Freitag, den 15.02.2019, besuchte die bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Sandra Boser, die Gemeinde Schuttertal. Bei einem Gespräch mit dem Bürgermeister Carsten Gabbert (Grüne) und der Leiterin der Grundschule Susanne Junker informierte sich die Landtagsabgeordnete darüber, was Schuttertal zurzeit bewegt.

Im Rathaus-Gespräch mit Bürgermeister Carsten Gabbert ging es um die Themen Verkehrskonzept für die Anbindung von Schuttertal nach Lahr, die Digitalisierung von Schulen und um mögliche Maßnahmen zur Reduktion von Bürokratie für kleine Gemeinden. Abschließend berichtete Gabbert erfreut von der positiven Resonanz auf das Mitfahrbänkchen. „Die Nachfrage ist sehr gut und es funktioniert reibungslos.“ so Gabbert. Ein voller Erfolg, der auch auf die Aufkleber fürs Auto, die zum Projekt ausgegeben wurden, zurückzuführen sei.

Im Anschluss besuchte Sandra Boser die Grundschule Schuttertal und sprach dort mit Susanne Junker, der Leiterin der Schule, und Bürgermeister Gabbert über die Themen Inklusion, Familienklassen und Multiprofessionelle Teams.

Zu Beginn berichtete Frau Junker vom erfolgreichen Inklusionsmodell an ihrer Grundschule, wo im Regelbetrieb von 16 Lehrerinnen 140 Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlich hohen Förderbedarf beschult werden. Die Schule, die über mehrere Schulhäuser verfügt, hat dabei ihren Inklusionsstandort in Dörlinbach. Schulleiterin Junker: „Wir wollen eine Schule für alle sein.“ In diesem Sinne funktioniere auch das Konzept der kombinierten Klassen, in der Kinder über verschiedene Altersgruppen und Leistungsniveaus hinweg gemeinsam lernen: „Wir sind seit vielen Jahren sehr erfolgreich mit unseren Familienklassen und wollen dieses Konzept auch in Zukunft umsetzen.“, so Susanne Junker zu diesem Thema.

Im Austausch mit Frau Junker wies Sandra Boser mehrmals darauf hin: „Den Grünen ist das Thema Inklusion sehr wichtig.“ und unterstrich, „die Lehrerversorgung hat eine große Bedeutung damit Inklusion gut gelingen kann“. Um eine gute Versorgung mit Lehrer*innen an Grundschulen zu gewährleisten, wurde die Anzahl der Studienplätze für das Grundschullehramt bereits erhöht, so Boser. Allerdings gebe es nach Schulleiterin Junker auch den Bedarf an Vollzeit-Förderlehrkräften, um gute Inklusion an Grundschulen umzusetzen. Dazu Boser: „Sonderpädagogen vor Ort vereinfachen sehr viel, um die Situation hier zu verbessern, setzen wir auf die Weiterbildung von Haupt-und Werkrealschullehrkräften zu Sonderpädagogen.“. Auch vertrat sie die Meinung: „Multiprofesionelle Teams werden in Zukunft ein wichtiges Angebot für Schulen sein, um die unterschiedlichen Aufgaben gut abzudecken“, also Teams für Schulen, in denen Lehrer*innen, Sonderpädagog*innen und Schulsoziarbeiter*innen zusammenarbeiten.