Steigende Mittel für die Feuerwehr. Sandra Boser zu Besuch in Lahr.

(Lahr) Die grüne Landtagsabgeordnete Sandra Boser stattete der Feuerwehr in Lahr einen Besuch ab. Im Gespräch mit dem Leiter der Stabsstelle Feuerwehr/Bevölkerungsschutz, Thomas Happersberger, informierte sie sich bei einem Rundgang über die Ausstattung und die Abläufe vor Ort. So wird etwa die Einsatzkleidung von professionellen Waschmaschinen im Keller gereinigt, die auch den umliegenden Wehren zur Verfügung stehen. Die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden werde immer wichtiger, etwa bei der Bereitstellung der Einsatzschläuche und dem Atemschutzpool, so Happersberger. Die Investitionen vom Land für Kommunen und Feuerwehren seien dabei sehr wichtig. So fließen 410.000 Euro in den Bau der neuen Wache auf dem Flugplatz.

Im Gespräch ging auch es um die Themen Leitstellengesetz, die Steuerfreibeträge für Ehrenämtler und das Zuwendungswesen (Z-FEU). Sandra Boser befürwortete die Einführung eines Leitstellengesetzes: „Wir Grüne wollen die Leitstellen weiterentwickeln und zu einer Hilfezentrale entwickeln, um der Notfallrettung gerecht zu werden. Dafür müssen wir sie personell und materiell gut ausstatten.“

Von den etwa 280 Feuerwehrkräften der Stadt Lahr sind 95% ehrenamtlich tätig. Dieser freiwillige Dienst sei nicht hoch genug einzuschätzen, so der Feuerwehrkommandant. „Was oft fehlt, ist aber nicht das Geld, sondern die notwendige Zahl von Feuerwehrleuten.“ Die grüne Landtagsabgeordnete sprach sich ebenfalls für eine Stärkung des Ehrenamts aus. Beim Thema Steuerfreibeträge verwies sie zwar auf die Zuständigkeit des Bundes.

Die Zuweisungen an die Feuerwehr im Landeshaushalt sind von 23,3 Mill Euro im Jahr 2011 auf 38,4 Mill Euro in 2019 gestiegen. Sandra Boser: „Die Landesregierung steht zu ihren Zusagen. Ein steigendes Aufkommen aus der Feuerschutzsteuer kommt immer vollumfänglich dem Feuerwehrwesen zu Gute.“