Zu Besuch beim Seelbacher Traditionsunternehmen Julabo

(Seelbach) Am vergangenen Donnerstag war die grüne Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Lahr-Kinzigtal und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sandra Boser zusammen mit Bürgermeister Thomas Schäfer zu Gast bei der 1967 als Familienunternehmen gegründeten Julabo GmbH in Seelbach. Dabei stellten der Geschäftsführer Markus Juchheim und der Kaufmännischen Leiter Ralf Wurth im Rahmen einer Firmenpräsentation der grünen Landtagsabgeordnete Geschichte und Schwerpunkte der Firma vor.

Die Firma Julabo, seit 1967 mit Hauptstandort in Seelbach und mittlerweile Global Player mit Stützpunkten unter anderem in den USA, Indien und China, ist mittlerweile weltweit führend in der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von Temperiersystemen. Julabo Produkte werden etwa in Chemie, Pharma, Luft- und Raumfahrt, Petrochemie und Biotechnologie eingesetzt. Neben den Industriekunden zählen Forschungslabore von Universitäten, Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen zu den Abnehmern. Bei technischen Anwendungen sind hochpräzise Temperaturen und schnelle Temperaturänderungen von -95°C bis +400°C von großer Bedeutung.

Das Unternehmen ist mit etwa 300 Mitarbeitern am Standort Seelbach ein wichtiger Arbeitgeber und Ausbilder für die Region. Es gibt eine große Auswahl an Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen in allen Unternehmensbereichen. Damit versuche man, dem Fachkräftemangel auch bei Julabo entgegenzutreten, so Geschäftsführer Markus Juchheim. Im Rahmen von Julabo young würden die Auszubildenden von Anfang an in das Tagesgeschäft eingebunden und könnten ihre Fähigkeiten bei eigenen Projekten unter Beweis stellen, wie etwa ein Tischfußball mit Eisfläche. Es sei wichtig, so die bildungspolitische Sprecherin Sandra Boser, dass Auszubildende frei arbeiten und sich entfalten könnten. Laut Ralf Wurth legt Julabo besonderen Wert auf ein kollegiales Miteinander und eine Unternehmenskultur in der „flache Hierarchien“ und „offene Türen“ nicht bloß leere Worte wären und Bürgermeister Thomas Schäfer ergänzte: „Das Persönliche wird hier gepflegt. Das spricht sich rum.“ Beim abschließenden Rundgang durch die Werkhallen konnte die grüne Landtagsabgeordnete sich von der praktischen Umsetzung der erfolgreichen Produktion überzeugen.