Die Zukunft der Landwirtschaft: Öffentliches Geld für öffentliche Leistung. Der agrarpolitische Sprecher der Grünen und Vorsitzender des Ausschusses für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Landtag von Baden-Württemberg, Martin Hahn MdL, im WebTalk mit Vertreter:innen aus der regionalen Landwirtschaft und Sandra Boser MdL

Unter dem Titel: „Die Zukunft der Landwirtschaft: Zwischen Artenvielfalt, Tierwohl und Preisdruck“ sprach die grüne Wahlkreisabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Sandra Boser, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus der regionalen Landwirtschaft und dem agrarpolitischen Sprecher der Fraktion GRÜNE im Landtag, Martin Hahn, über die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Umweltschutz und Marktdruck sowie über Lösungsvorschläge für eine zukunftsfähige, nachhaltige Landwirtschaft.

Nach einer Begrüßung von Sandra Boser MdL ging Martin Hahn MdL zunächst  mit einem Situationsbericht auf die Landwirtschaft ein und nahm dabei Bezug auf das Biodiversitätsstärkungsgesetz des Landes: „Wir können stolz darauf sein, was wir erreicht haben. Uns ist gemeinsam mit Naturschutz und Landwirtschaft ein Kompromiss gelungen, der Biodiversität und Artenvielfalt stärkt. Wir in Baden-Württemberg haben damit das Ziel gesetzt, die ökologischen Landwirtschaft bis 2030 auf 30-40 % auszubauen, wenn der Markt dies ermöglicht. Zudem wollen wir eine Pestizidreduktion um 40 bis 50 % angehen.“ Danach nahm er Bezug auf das Verhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher, die Anreize brauchen, damit sie vermehrt ökologische Produkte kaufen: „Wir haben 4,5 Mio. Euro jährlich für die Umsetzung des Aktionsplans „Bio aus Baden-Württemberg“ im Doppelhaushalt 2020/21 vorgesehen, um unter anderem Bio aus Baden-Württemberg für Verbraucherinnen und Verbraucher sichtbarer zu machen. Letztendlich hat es der Verbraucher in der Hand unsere regionalen Strukturen und damit die Bäuerinnen und Bauern vor Ort zu unterstützen“

Danach gab Martin Hahn einen Einblick in die Einbettung der Landesagrarpolitik in die Zielsetzungen der EU, die mit dem European Green Deal für den Natur- und Klimaschutz eine gute Marschrichtung vorgegeben habe. Die Ziele der Farm-to-Fork Strategie der EU, wie 25% Ökolandbau bis 2030 in der EU oder eine Pestizidreduktion um 50 Prozent bis 2030 zeigen, dass wir in Baden-Württemberg uns bereits auf den Weg gemacht haben und unsere Bäuerinnen und Bauern in diesem Prozess mit Förderprogrammen unterstützen. „Jetzt erwarten wir von der Europäischen Union eine Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), die als zentrales Instrument zur Erreichung der Ziele der Farm-to-Fork-Strategie EU-weit beiträgt“. Zum Abschluss seines Vortrages ging der agrarpolitische Sprecher der Grünen noch auf Grundsätze seiner Partei für die Landwirtschaft ein: „Zum Einen: Öffentliches Geld für öffentliche Leistung und wir möchten die Ökologisierung auch in der konventionellen Landwirtschaft vorantreiben. Wir möchten die Qualifizierung z.B. mit einer Kennzeichnung für Fleisch und möchten Diversifizieren, um Artenvielfalt zu erhalten. Auch die Digitalisierung ist eine große Chance für die Zukunft der Höfe, um Pestizide einzusparen und neue Absatzmärkte zu erreichen z.B. durch Online-Shops.“

Nach dem Vortrag äußerte sich Sandra Boser zustimmend und eröffnete die Diskussion: „Gerade in meinem Wahlkreis ist das Thema Landwirtschaft sehr aktuell. Bei uns dient sie nicht nur als Lebensmittel-Produzent sondern auch zur Offenhaltung der Kulturlandschaft. Aber ein wichtiger Punkt, den die Bäuerinnen und Bauern in meinem Wahlkreis haben, ist der Preisdruck unter dem sie stehen, auch im Hinblick auf internationale Märkte. Was kann die Politik für sie tun?“ Matin Hahn erläuterte: „Es gibt Szenarien, da muss die Politik auf die Märkte Einfluss nehmen. Es kann nicht sein, dass ein Akteur in der Wertschöpfungskette Preise vorgibt, die alle anderen Akteure aushebelt. Fairness am Markt ist sehr wichtig! Gleiche Regeln z.B. was die Einschränkungen von Pestiziden betrifft, muss auch für Importe aus dem Ausland gelten. Von Mindestpreisen halte ich allerdings nichts, da sie oft zur Überproduktion führen.“ Danach erhielt Thomas Frenk, Landwirt aus Schwanau das Wort: „Wir können nicht mit den großen Industriebetrieben im In- Ausland mithalten. Bei den Eiern wird die Produktion ins Ausland verlagert und dann günstig ohne Auflagen rückimportiert. Das gleiche gilt für das Schweinefleisch.“ Des Weiteren führte Herr Frenk aus, dass er durch die ökologischen Auflagen für Landwirte mehr Arbeit bei gleichem Gewinn sehe und forderte, erst den Absatz für ökologisch erzeugte Produkte zu haben und dann erst umzustellen. Martin Hahn informierte dazu: „Wir zwingen niemanden umzustellen. Wir möchten gemeinsam mit der Landwirtschaft marktorientiert umstellen und Anreize schaffen. Eine noch unveröffentlichte Studie des Landes zeigt großes Marktpotenzial für ökologisch erzeugte Produkte wie Eier und Fleisch.“

Auch Sandra Boser äußerte sich dazu: „Bei uns in der Region wächst die zertifizierte Eierproduktion beständig. Da öffnet sich gerade ein wachsender Markt. Ein weiterer Punkt, der vor Ort oft Thema ist, ist das Höfesterben durch fehlende Nachfolger:innen.“ Stefan Schrempp, BLHV Bezirksgeschäftsführer Bereich Achern, meldete sich dazu zu Wort: „Die Erwerbssituation ist zurzeit nicht so gut, zumal viele Höfe im Nebenerwerb betrieben werden. Trotzdem finden die meisten Höfe Übernehmer, ein neuer Trend ist, dass Höfe außerfamiliär übergeben werden.“

Weitere Themen, die angesprochen wurden, waren die Milchviehhaltung, die Digitalisierung und der Bürokratieabbau in der Landwirtschaft. Zum Abschluss bedankte sich Frau Boser für die Redebeiträge und betonte, dass sie sich auf den persönlichen Austausch nach der Pandemie besonders freue: „Der persönliche Austausch vor Ort ist unersetzlich. Ich freue mich auf viele Präsenzbesuche auf Höfen, wenn es wieder möglich ist. Wir haben so viele engagierte Bäuerinnen und Bauern im Land mit guten Ideen und Lösungsansätzen, um die Landwirtschaft erfolgreich in die Zukunft zu tragen.“

Copyright Bild: Wahlkreisbüro Sandra Boser

Ihr Persönlicher Einblick in die Parlamentsarbeit – Sandra Boser MdL lädt zum digitalen Abgeordnetengespräch und einem virtuellen Rundgang durch den Landtag ein

Die GRÜNE Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sandra Boser lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem persönlichen Einblick in ihre Parlamentsarbeit ein. Angesichts der aktuellen Lage braucht es offene und digitale Gesprächsformate, um auch in dieser Situation den Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit zu geben, sich einen Eindruck über Arbeit der Abgeordneten zu machen.

Was normalerweise als Besucherfahrt vor Ort im Landtag stattfindet, soll daher aufgrund der aktuellen Situation ins Netz verlagert werden.

Am Mittwoch, den 17. Februar 2021, um 10:00 Uhr erhalten interessierte Bürgerinnen und Bürger bei einer Einführung durch den Besucherdienst des Landtages Informationen über die Arbeit im Landtag und können bei einem virtuellen Rundgang einen Blick ins Gebäude und den Plenarsaal werfen. Im Anschluss berichtet die GRÜNE Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sandra Boser über Ihre Arbeit und bietet einen digitalen Austausch an.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Gerne können Sie sich unter sandra.boser.wk@gruene.landtag-bw.de anmelden und die Einwahldaten anfragen.

Verkehrsministerium bestätigt die Möglichkeit für einen Bahnhalt in Wolfach/Kirnbach – Sandra Boser macht sich für den Bahnhalt stark

(Wolfach) Auf Anfrage der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und bildungspolitischen Sprecherin der Fraktion GRÜNE im Landtag, Sandra Boser, gibt es nun auch positive Rückmeldung für einen Bahnhalt in Kirnbach bei Wolfach aus dem Verkehrsministerium. „Gerade im ländlichen Raum sehe ich im Ausbau des Schienenverkehrs eine große Möglichkeit, die Mobilitätswende voranzubringen. Ein Bahnhalt in Kirnbach wäre eine gute Sache für Schüler:innen, Pendler:innen und den Tourismus vor Ort. Ich setze mich weiterhin gerne dafür ein.“ so Sandra Boser MdL.

In der Antwort des Verkehrsministeriums auf die Anfrage der grünen Landtagsabgeordneten wird erläutert, dass „bisherige Zwänge des Fahrplans, die einen Halt im Wolfacher Ortsteil Kirnbach entgegenstanden, nicht mehr bestehen.“ Desweiteren sei die bauliche Einrichtung eines Halts, vorbehaltlich einer noch zu erfolgenden genaueren Untersuchung, in zentraler Lage des Ortsteils möglich. Er würde dort liegen, wo sich zu Bundesbahnzeiten bereits einmal ein Bahnsteig befunden hat. Allerdings müsste laut dem Verkehrsministerium zuerst ein Wirtschaftlichkeitsnachweis erbracht werden: „Aufgrund von gesetzlichen Bestimmung ist eine Förderung des Landes nach dem sogenannten Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz nur möglich, wenn anhand des Fahrgastpotentials ein Wirtschaftlichkeitsnachweis für den Halt gelingt. Bei einer Potentialabschätzung wären neben den örtlichen Fahrgastpotentialen auch touristische Aspekte zu betrachten.“ so das Verkehrsministerium. Um dies auf den Weg zu bringen sollten demnächst vorbereitende Gespräche stattfinden. Dazu wird sich die Landtagsabgeordnete Sandra Boser MdL in Kürze mit Bürgermeister Thomas  Geppert abstimmen.

Die Grüne Landtagsabgeordnete äußert sich positiv zur Einrichtung eines Bahnhaltes in Kirnbach: „Ich unterstütze gerne die Kommune bei der Umsetzung des Projekts. In einem Bahnhalt in Kirnbach sehe ich eine Aufwertung für die gesamte Region.“

 

Neun Gemeinden im Wahlkreis profitieren vom Förderprogramm für Städtebau mit insgesamt 5,9 Mio. Euro Die grüne Landtagsabgeordnete Sandra Boser: „Wir gehen den dringend benötigten Wohnungsbau an.“

5,9 Mio. Euro erhalten neun Kommunen aus dem Wahlkreis Lahr/Kinzigtal in diesem Jahr aus der Städtebauförderung 2021. Dies teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Stuttgart mit. Insgesamt stehen rund 265 Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln für 361 Maßnahmen zur Verfügung. „Die Mittel zur Städtebauförderung fließen in laufende städtebauliche Erneuerungsgebiete sowie in die Innenverdichtung. Damit setzen wir vor Ort um, was wir landesweit verfolgen: unsere Kommunen lebenswert zu erhalten und zukunftsfähig zu gestalten“, sagt Sandra Boser MdL.

Eine Finanzhilfeerhöhung vom Förderprogramm für Städtebau erhält die Stadt Lahr in Höhe von 900.000 Euro für das laufende städtebauliche Erneuerungsgebiet Kanadaring und die Gemeinden Meißenheim und Steinach erhalten Förderungen in Höhe von je 400.000 Euro für deren laufende städtebauliche Erneuerungsgebiete „Ortsmitte“. Auch die Gemeinde Rust profitiert für seine Ortsmitte in Höhe von 900.000 Euro und die Gemeinde Seelbach, ebenfalls für die Ortsmitte, in Höhe von 800.000 Euro. Für das städtebauliche Erneuerungsgebiet „Altstadt“ erhält die Stadt Hausach 300.00 Euro, die Stadt Hornberg erhält für das Erneuerungsgebiet „Stadtmitte III“ 900.000 Euro und die Gemeinde Ettenheim darf sich für „Nordwestliche Vorstadt“ über 500.000 Euro freuen. Für Neumaßnahme zur Stärkung der Ortsmitte als Wohnstandort, insbesondere durch Verlagerung eines Gewerbebetriebes mit anschließender Entwicklung eines neuen innerörtlichen Wohnquartiers, Verlagerung und Umnutzung des Bauhofs erhält die Gemeinde Ringsheim 800.000 Euro.

Die Schwerpunkte bei der diesjährigen Städtebauförderung reichen vom Bau und Erhalt von Wohnungen, über die Weiterentwicklung bestehender Zentren bis zu Maßnahmen für den Klimaschutz.

Hinter der Städtebauförderung steckt auch ein ökologischer Gedanke der grün-geführten Landesregierung. „Für eine nachhaltige Baupolitik gilt für uns Grüne ‚Innenentwicklung vor Außenentwicklung‘. Das heißt: Wir wollen im Zentrum zuerst nicht-genutzte Flächen in Bauflächen umwidmen, um so wertvolle Grünflächen im Außenbereich zu schützen“, so die grüne Wahlkreisabgeordnete Sandra Boser.  Weitere Beispiele sind energetische Sanierungen von Altbauten und die Förderung von Grünflächen.

Die Städtebauförderung ist zudem ein Ausdruck einer weiteren wichtigen politischen Zielsetzung: die Stärkung der Kommunen angesichts des demografischen Wandels. „Im ländlichen Raum sind Ortskerne die Herzkammern vieler Gemeinden. Indem wir Leerstände beseitigen, Wohnraum modernisieren und Flächen für Bauvorhaben zugänglich machen, knüpfen wir an ein zentrales Vorhaben an – die Entwicklung und Stärkung der Quartiere für ein gutes Zusammenleben in Städten und auf dem Land“, sagt Sandra Boser MdL.

Auf ein Digitales-Schwätzchen mit Sandra Boser. Persönlicher Austausch mit Ihrer Abgeordneten.

Die GRÜNE Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sandra Boser lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zum persönlichen Austausch ein. Angesichts der aktuellen Lage braucht es offene und digitale Gesprächsformate, um auch in dieser Situation die Anliegen und Fragen der Bürgerinnen und Bürger aufzunehmen. Was normalerweise als Feierabendgespräch vor Ort stattfindet, soll daher aufgrund der aktuellen Situation ins Netz verlagert werden.

Am Montag, den 08. Februar 2021 ab 19.00 Uhr können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger persönlich mit Sandra Boser im Digitalen Raum per Videokonferenz oder per Telefon austauschen und Ihre Fragen und Anliegen vorbringen. Die Einwahldaten können einfach unter der Tel. (07821) 993 48 77 oder unter sandra.boser.wk@gruene.landtag-bw.de angefragt werden.

Digitales Schwätzchen mit Sandra Boser: MO 08.02.2021 ab 19.00 Uhr

Quelle: pixabay.com

Corona-Lockdown: Land will Eltern von Kita-Gebühren entlasten

Die grün-geführte Landesregierung will Eltern im Corona-Lockdown von Kita-Gebühren entlasten. Die grüne Wahlkreisabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion GRÜNE im Landtag, Sandra Boser, begrüßt diese Entscheidung: „Wie schon im Frühjahr beteiligt sich das Land unbürokratisch an der Rückerstattung von Kosten, wenn Eltern ihr Kind im Corona-Lockdown nicht in die Kita schicken können.“

Sandra Boser MdL betont: „Eltern sind durch die erneuten Kita-Schließungen im Januar enorm belastet. Es muss gemeinsames Ziel von Land und Kommunen sein, Eltern wenigstens von Beiträgen und Gebühren zu entlasten.“ Daher wolle das Land die Kosten für die Gebührenerstattung bis zur Wiedereröffnung der Betreuungseinrichtungen zu 80 Prozent übernehmen; 20 Prozent sollten von den Kommunen kommen.

Sandra Boser MdL: „Mit den Kommunen haben wir 2020 mit dem Stabilitäts- und Zukunftspakt eine großzügige Finanzvereinbarung getroffen – ein Gesamtpaket über 4,3 Mrd. Euro an Hilfen, davon kommen 2,9 Milliarden Euro vom Land.“ Dazu die grüne Landtagsabgeordnete: „Dadurch sind die Kommunen ausdrücklich in die Lage versetzt worden, den Eltern eine Gebührenentlastung zu gewähren. Mit der Bereitschaft des Landes, bei den aktuellen Schließungen nochmals 80 Prozent der Kosten zu übernehmen, wollen wir in dieser schwierigen Zeit sicherstellen, dass auch wirklich in allen Gemeinden die Eltern entlastet werden.“

Die Elternbeiträge werden für die Eltern übernommen, die die Notbetreuung nicht in Anspruch genommen haben.

Es geht um Vorsorge und Verantwortung

Sehr geehrte Damen und Herren,

notwendige Maßnahmen wurden beschlossen: Der Lockdown wurde auch darum verlängert, um den neuen Virusmutationen erst gar keine Chance zu geben sich Auszubreiten. Ich kann gut verstehen, wenn langsam die Puste ausgeht. Wir leben schon fast ein Jahr mit der Pandemie und Viele sind erschöpft und fürchten um ihre berufliche Zukunft oder um das Wohl ihrer Kinder. Es ist eine große Herausforderung, das Leben in der Pandemie zu stemmen. Ein weiteres Mal braucht es einen Kraftakt, um Leben zu retten, unser Gesundheitssystem zu schützen, den Virusmutationen die Stirn zu bieten und eine dritte Welle zu vermeiden. Es geht um Vorsorge und unser aller Verantwortung. Unser Verantwortungsbewusstsein und unsere Disziplin zahlen sich aus, gemeinsam konnten wir bereits viele Menschenleben retten und können es auch in Zukunft weiterhin tun.

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder haben sich daher am 19.01.2021 darauf geeinigt den Lockdown bis zum 14. Februar zu verlängern, eine Ausweitung des Homeoffice zu erreichen und die Einführung einer Pflicht für medizinische Masken im ÖPNV sowie beim Einkaufen. Ausführliche Informationen zu den Maßnahmen finden Sie unten in dieser Mail. Der Landtag wird diese Maßnahmen in einem morgigen Plenum öffentlich beraten.

Die Kleinsten leiden am stärksten darunter, nicht im Kontakt mit Gleichaltrigen zu sein. Daher streben wir in Baden-Württemberg bei Aussetzung der Präsenzpflicht weiter an, ab dem 1. Februar Kitas und Grundschulen vorsichtig und Schritt für Schritt wieder zu öffnen, wenn die Infektionslage dies zulässt.

Derweil laufen die Impfungen in den Impfzentren und mit den mobilen Impfteams. Baden-Württemberg hat sich bewusst dafür entschieden, nicht den gesamten Impfstoff auszugeben, sondern immer die notwendige zweite Impfdosis zurückzuhalten. Dieses Vorgehen zahlt sich aus, denn mit den Lieferschwierigkeiten bei den Herstellern müssen andere Länder ihre Impfungen aktuell stoppen. Die Verzögerungen der Impflieferungen durch Biontech/Pfizer, sind durch Umbauten eines Pfizer-Werkes in Puurs verursacht worden und führen auch bei uns dazu, dass derzeit wenig Impftermine zur Verfügung gestellt werden können. Wir können aber zusichern, dass jeder der bereits geimpft wurde auch seine zweite Impfung erhalten wird.

Gute Nachrichten fürs Land liefert der Monitoring-Bericht zur Energiewende in Baden-Württemberg: Die konventionelle Kraftwerksleistung in Baden-Württemberg ist rückläufig und der Anteil der erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung ist auf 31,5 Prozent gestiegen. Auch zum Thema Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg gibt es viel Positives von der grün geführten Landesregierung zu berichten: Das milliardenschwere Investitionsprogramm „Zukunftsland Baden-Württemberg: stärker aus der Krise“ setzt konkrete Innovations- und Investitionsanreize für klimaneutrale Mobilität, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz oder den Gesundheitsstandort und setzt auf die Zukunft unseres Landes.

Das dies wichtig ist, berichtete auch von Prof. Dr. Reussner vom KIT in meinem WebTalk „Informatik für die Welt von Morgen“ vergangene Woche. Die informative und spannende Veranstaltung können Sie auf meinem YouTube-Kanal ansehen. Hier geht’s zu Link: Sandra Boser MdL – YouTube.

Ebenso der digitale Bürgerdialog aus der Reithalle in Offenburg mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann, dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen Landtagsfraktion Andreas Schwarz, dem Lärmschutzbeauftragten des Landes Thomas Marwein und mir als Bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion GRÜNE im Landtag war eine sehr gelungene Veranstaltung. Wer nicht dabei war oder sich den Bürgerdialog nochmals anschauen möchte, hier geht’s zum Videostream:
https://www.youtube.com/watch?v=mKH3pe7ptmI&feature=youtu.be.

Spannende Online-Veranstaltungen finden auch kommende Woche wieder statt: Am Donnerstag den 28. Januar veranstalte ich den WebTalk „Die Zukunft der Landwirtschaft: Zwischen Artenvielfalt, Tierwohl und Preisdruck“ mit dem agrarpolitischen Sprecher der Fraktion GRÜNE im Landtag, Martin Hahn sowie Vertreterinnen und Vertretern aus der regionalen Landwirtschaft. Am Freitag den 29. Januar darf ich Umweltminister Franz Untersteller im WebTalk zum Thema „Klimaschutz in den Kommunen“ begrüßen, bei dem der Bürgermeister der Gemeinde Oberwolfach Matthias Bauernfeind die Aktivitäten seiner Gemeinde vorstellen wird. Sie sind herzlich dazu eingeladen. Die Zugangsdaten zu den WebTalks erhalten Sie mit Nachricht an sandra.boser.wk@gruene.landtag-bw.de. Ich freue mich sehr auf Ihre Teilnahme und den Austausch mit Ihnen. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie unten in dieser Mail.

Wenden Sie sich mit Fragen immer gern an mich und bleiben Sie gesund.

Herzliche Grüße!

Sandra Boser MdL

Informationen zu den Maßnahmen:

Vorsorgendes Handeln ist erforderlich: Baden-Württemberg.de (baden-wuerttemberg.de)

Informationen zu den Impfungen:

https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/lieferverzoegerungen-beim-biontechpfizer-impfstoff/

Monitoring-Bericht zur Energiewende Baden-Württemberg:

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/monitoring-bericht-zur-energiewende-in-baden-wuerttemberg-2020-veroeffentlicht/

Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg:

https://www.gruene-landtag-bw.de/themen/wirtschaft-und-arbeit/landtags-gruene-praesentieren-ideen-fuer-wirtschaftsstandort-baden-wuerttemberg/?L=0

WebTalk „Die Zukunft der Landwirtschaft: Zwischen Artenvielfalt, Tierwohl und Preisdruck“ mit dem agrarpolitischen Sprecher der Fraktion GRÜNE im Landtag, Martin Hahn, Vertreterinnen und Vertretern aus der regionalen Landwirtschaft und Sandra Boser MdL am Donnerstag, 28. Januar 2021 um 19.30 Uhr

Die Wahlkreisabgeordnete Sandra Boser MdL lädt zu ihrem nächsten WebTalk ein. Unter dem Titel: „Die Zukunft der Landwirtschaft: Zwischen Artenvielfalt, Tierwohl und Preisdruck“ wird gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus der regionalen Landwirtschaft und dem agrarpolitischen Sprecher der Fraktion GRÜNE im Landtag, Martin Hahn, über die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Umweltschutz und Marktdruck gesprochen sowie Lösungsvorschläge für die Zukunft einer ökologischen Landwirtschaft diskutiert. Hierzu sind alle interessierten Bürger*innen herzlich eingeladen. Ich würde mich freuen, auch Sie am Donnerstag den 28. Januar 2021 um 19.30 Uhr im WebTalk begrüßen zu dürfen. Die Einwahldaten können Sie unter sandra.boser.wk@gruene.landtag-bw.de anfragen.

WebTalk „Klimaschutz in den Kommunen“ mit dem Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Franz Untersteller am Freitag, den 29. Januar 2021 von 14.30 -16.00 Uhr

Die Wahlkreisabgeordnete Sandra Boser MdL lädt zu ihrem nächsten WebTalk ein. Die Klimakrise ist die größte Herausforderung unserer Zeit, daher ist gute Klimapolitik jetzt unerlässlich. Das Land hat am 14. Oktober 2020 die Novelle des Klimaschutzgesetzes verabschiedet und ein Maßnahmenpaket zum Klimaschutz geschnürt: PV-Pflicht beim Neubau von Nichtwohngebäuden und Parkplätzen, kommunale Wärmeplanung, die gesetzliche Verankerung der Senkung der CO2-Emissionen um 42% bis 2030. Wenn die Europäische Union ihre Zielmarken wie angekündigt heraufsetzt, müssen wir jetzt schon über weitergehende Klimaschutzmaßnahmen im Land nachdenken.
Auch für die Stadtwerke oder Energiegenossenschaften bietet sich eine Chance die Potentiale aus industrieller Abwärme zu nutzen und ein zukünftiges klimaneutrales Wärmenetz zu betreiben. Es ist wichtig, dass die Kommunen, das Land, der Bund und die EU an einem Strang ziehen. Wie das gelingen kann und wie wir auch von Corona lernen können, soll in dem Webinar diskutiert werden. Es soll unter anderem der Frage nachgegangen werden, wie die Kommunen beim Klimaschutz unterstützt werden können sowie über die Umsetzung von erneuerbarer Wärme und effizientere Wärmenutzung.
Auf Einladung von Sandra Boser MdL wird hierzu der Umweltminister des Landes Baden-Württemberg Franz Untersteller im WebTalk mit einem Impulsvortrag informieren. Anschließend wird der Bürgermeister der Gemeinde Oberwolfach Matthias Bauernfeind anhand seiner Gemeinde beispielhaft darstellen, wie sich unsere Kommunen an der Energiewende aktiv beteiligen. Danach können Fragen zum Thema gestellt werden. Das Webinar ist öffentlich und wird von Sandra Boser MdL moderiert.
Es sind alle interessierten Bürger*innen herzlich eingeladen an dem WebTalk zum Thema „Klimaschutz in den Kommunen“ am Freitag, den 29. Januar 2021 von 14.30 -16.00 Uhr teilzunehmen. Die Einwahldaten können unter sandra.boser.wk@gruene.landtag-bw.de angefragt werden.

 

 

Tolle Beteiligung beim digitalen Bürgerdialog der Grünen Landtagsfraktion in Offenburg

Der digitale Bürgerdialog (am 12.01.2021) mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann, dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen Landtagsfraktion Andreas Schwarz, dem Lärmschutzbeauftragten des Landes Thomas Marwein sowie der bildungspolitischen Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion GRÜNE im Landtag, Sandra Boser war eine gelungene Veranstaltung in der Reithalle in Offenburg. Gerade in dieser schwierigen Zeit, in der es heißt  Abstand halten und Kontakte reduzieren, war es den Grünen wichtig, im Austausch mit den Menschen im Land zu bleiben. Mit einer moderierten Podiumsdiskussion mit Online-Publikumsbeteiligung war der richtige Rahmen geschaffen, um mit den Bürgerinnen und Bürger ins Gespräch zu kommen und darüber zu diskutieren, was die Menschen im Land bewegt. Die Diskussion konnte im Livestream verfolgt werden.

Über 200 Fragen sind eingegangen und sorgten für einen lebhaften und erkenntnisreichen Austausch.

Wer nicht dabei war oder sich den Bürgerdialog nochmals anschauen möchte, hier geht’s zum Videostream: https://www.youtube.com/watch?v=mKH3pe7ptmI&feature=youtu.be

 

WebTalk „Die Zukunft der Landwirtschaft: Zwischen Artenvielfalt, Tierwohl und Preisdruck“ mit dem agrarpolitischen Sprecher der Fraktion GRÜNE im Landtag, Martin Hahn, Vertreterinnen und Vertretern aus der regionalen Landwirtschaft und Sandra Boser MdL

Herzliche Einladung zum WebTalk „Die Zukunft der Landwirtschaft: Zwischen Artenvielfalt, Tierwohl und Preisdruck“ mit dem agrarpolitischen Sprecher der Fraktion GRÜNE im Landtag, Martin Hahn, Vertreterinnen und Vertretern aus der regionalen Landwirtschaft und Sandra Boser MdL am Donnerstag, 28. Januar 2021 um 19.30 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Wahlkreisabgeordnete Sandra Boser MdL lädt zu ihrem nächsten WebTalk ein. Unter dem Titel: „Die Zukunft der Landwirtschaft: Zwischen Artenvielfalt, Tierwohl und Preisdruck“ wird gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus der regionalen Landwirtschaft und dem agrarpolitischen Sprecher der Fraktion GRÜNE im Landtag, Martin Hahn, über die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Umweltschutz und Marktdruck gesprochen sowie Lösungsvorschläge für die Zukunft einer ökologischen Landwirtschaft diskutiert.

Hierzu sind alle interessierten Bürger*innen herzlich eingeladen. Ich würde mich freuen, auch Sie am Donnerstag den 28. Januar 2021 um 19.30 Uhr im WebTalk begrüßen zu dürfen.

Die Einwahldaten können Sie unter sandra.boser.wk@gruene.landtag-bw.de anfragen.

Herzliche Grüße!

Sandra Boser

„Künstliche Intelligenz ist eine Riesenchance für unsere Gesellschaft“ – Sandra Boser im WebTalk mit Prof. Dr. Ralf Reussner vom KIT und Alexander Salomon MdL

(Lahr) Auf Einladung der Wahlkreisabgeordneten und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Fraktion GRÜNE im Landtag, Sandra Boser, tauschten sich Prof. Dr. Reussner vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie dem FZI -Forschungszentrum Informatik und Alexander Salomon, Sprecher für Wissenschaft, Forschung und Kunst der Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg zum Thema „Informatik für die Welt von morgen“ im WebTalk am 11.01.2021 aus. Schnell wurde klar, Künstliche Intelligenz (KI) ist eine riesige Chance für unsere Gesellschaft, allerdings hängt die Leistung von KI stark von den zur Verfügung stehenden Daten ab, was auch Gefahren bergen kann.

Mit großer Expertise und pädagogischem Gespür informierte Prof. Dr. Ralf Reussner im WebTalk zum Thema Künstliche Intelligenz unter dem Titel: „KI=Informatik=Digitalisierung?“. Im Vortrag wurde der Bogen geschlagen von der zunehmenden Bedeutung der KI über die verschiedenen Hypes, die sie im Laufe der letzten Jahre durchlief bis hin zu den Chancen und Risiken, die in der neuen Technologie für unsere Gesellschaft liegen. Prof. Dr. Ralf Reussner: „KI ist kein Zaubermittel, sie birgt riesige Chancen für die Datenverarbeitung, allerdings braucht es eine Art TÜV, damit eine wertekonforme Anwendung von großen Datenmengen gewährleistet werden kann.“ Der Skandal um „Cambridge Analytica“, den Reussner als „Diesel-Affäre der Informatik“ bezeichnete, zeigt dringenden Regulationsbedarf. So Reussner weiterhin: „Maschinelles Lernen hängt stark von der Qualität der Daten ab und die kommen von Menschen.“ Anhand von Beispielen veranschaulichte er, dass ein selbstlernender Algorithmus bei KI-Anwendungen, der mit einseitigen Daten gespeist wurde, Schieflagen in der Auswertung aufweist. Zum Beispiel kann es bei einer KI-gestützten Auswertung von Bewerbungen zu einer Diskriminierung von Frauen kommen, da die eingespeisten historischen Daten dies begünstigten.

Zum Abschluss seines Vortrages formulierte Ralf Reussner, was es in Zukunft braucht, um KI erfolgreich einzusetzen: Zum einen eine Pluralität von Informatikmethoden zur Informationsverarbeitung für eine höhere Ressourceneffizienz in Gebieten wie Energie, Mobilität, Verkehr und Gesundheit, etc. und zum anderen eine abgestimmte Förderpolitik für die Informatik, eine flächendeckende Breitbandförderung im Land sowie eine belastbare Regulation vonseiten der Politik für KI und soziale Netzwerke.

Im Anschluss an den Vortrag informierte Alexander Salomon MdL die Zuschauerinnen und Zuschauer des WebTalks darüber, wie das Land Baden-Württemberg das Thema KI politisch bearbeitet: „Um einen Top-KI-Standort zu schaffen fördert das Land das Cyber-Valley Stuttgart-Tübingen. Dort findet wichtige Grundlagenwissenschaft statt.

Auch der Bereich Wissenschaft und Bildung muss in Bezug auf Informatik gestärkt werden, so haben wir bereits zusätzliche Studienplätze im Bereich Informatik geschaffen. Informatik muss auch in der Schule gefördert und Vorurteile abgeschafft werden um insbesondere mehr Mädchen und junge Frauen für den Bereich zu begeistern. KI ist eine Leuchtturm-Wissenschaft, da brauchen wir alle klugen Köpfe im Land.“ Sandra Boser pflichtete ihren Vorrednern bei und ergänzte den Blick auf die Unternehmen und Schulen im Land: „Wir haben in Baden-Württemberg das Glück, dass viele kleine und mittelständige Unternehmen in der Forschung und Entwicklung aktiv sind. Auch die Hochschulen in der angewandten Wissenschaft sind bei uns im Land in den Bereichen der modernen Technologien gut aufgestellt. Das möchten wir vom Land weiterhin unterstützen auch mit Blick auf Förderungen für Unternehmen, damit diese Ihren Beitrag zur Forschung und Innovation in Baden-Württemberg leisten können. Beim Thema Bildung finde ich es wichtig, dass IMP (Informatik, Mathematik und Physik) als Profilfach an den Gymnasien und Gemeinschaftsschulen mehr an Bedeutung gewinnt.“

In der zweiten Hälfte des WebTalks wurden Fragen aus dem Publikum beantwortet, die auf die Themen Digitalisierung der Schulen und Regulierung von Software und KI abzielten. Hier war sich die Expertenrunde einig: Es braucht eine gesellschaftliche Debatte darüber, wie die neue Technik im Rahmen ethischer Grundsätze reguliert werden kann, um einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zur Digitalisierung leisten zu können. Außerdem braucht es mehr Grundlagenwissen über Informatik bereits in der Schule sowie eine bessere digitale Ausstattung. Sandra Boser: „Es geht nicht darum Bücher gegen Tablets einzutauschen, sondern darum, das Wissen über technisches Denken über algorithmisches Denken bei den Schüler*innen zu stärken. Der Zeitpunkt ist jetzt. Wir können Bildungspläne nicht mehr für zehn Jahre planen. Die Welt dreht sich schneller. Es braucht jetzt eine flächendeckende Ausstattung mit Endgeräten und gute und belastbare Software an den Schulen.“ Ein weiteres Gesprächsthema war die Ethik in der KI. Auf eine Frage hierzu antwortete Ralf Reussner mit einem anschaulichen Beispiel was KI leisten kann und wo die Grenzen liegen: „Selbstfahrende Autos werden die Verkehrssicherheit in Zukunft erhöhen, allerdings braucht es eine ethische Debatte darüber, wie ein Auto in der Unfall-Situation entscheidet und wer dafür haftbar gemacht werden kann. Eine Software ist als Institution zu werten, die Vorgänge aus dem realen Leben abbildet. Man muss sich darüber einig sein, was man abbilden möchte. Das kann aus ethischer Sicht nur ein Parlament entscheiden, das kann man nicht den Unternehmen überlassen.“ Alexander Salomon ergänzte: „Es soll keine Machtkonzentration durch Informatik und KI geben, sondern die Informatik bietet die Möglichkeit die Situation für den Einzelnen und die Gesellschaft zu verbessern, da setzen wir an.“ „Baden-Württemberg ist im europäischen Vergleich Spitze bei Forschung und Entwicklung, dies wollen wir auch in Zukunft sein. Um Forschung und Entwicklung mehr Innovationsmöglichkeiten zu geben, kann das Zusammenspiel von Unternehmen, Hochschulen und Forschenden eine weitere Chance sein.“ so die Abgeordnete Boser abschließend.

 

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