„Das Jugend-Musik-Werk Baden e.V. leistet sehr wichtige Jugendarbeit für die Region“ Sandra Boser MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport und Landtagsabgeordnete des Wahlkreis Lahr besuchte die Stadt Lahr und gemeinsam mit Oberbürgermeister Markus Ibert das Jugend-Musik-Werk Baden e.V.

(Lahr) Am Freitag, den 09.07.2021 besuchte Sandra Boser MdL, Staatssekretärin für Kultus, Jugend und Sport und Abgeordnete des Wahlkreis Lahr, die Stadt Lahr und das Jugend-Musik-Werk Baden e.V., um sich mit Oberbürgermeister Markus Ibert zu den Themen „Luftfilter für Schulen“, „Digitalisierung“, das Programm „Rückenwind“ sowie über das Mobilitätskonzept der Stadt Lahr auszutauschen. Im Anschluss trafen sich die beiden Politiker:Innen mit dem 1. Vorsitzenden des Jugend-Musik-Werk Baden, Marco Sharif-Khan, in den Räumlichkeiten des Vereins, um über aktuelle Themen zu sprechen.

Im Büro von Oberbürgermeister Markus Ibert kam das Gespräch eingangs auf Luftfilter für Schulen zu sprechen. Sandra Boser informierte dazu: „Das Land stellt den Kommunen 60 Mio. Euro für den Kauf von mobilen Luftfiltern für Klassenzimmer der Stufen 1-6 bereit, die nicht belüftbar sind. Kitas werden dabei auch berücksichtigt. Eltern und Schüler benötigen jetzt Planungssicherheit. Dazu gehören auch offene Schulen, Luftfilter können  dabei ein Baustein sein. Darüber hinaus wünsche ich mir, dass auch in den Betrieben nach den Ferien Testmöglichkeiten bereitstehen, um das Infektionsgeschehen zu begleiten.“ Markus Ibert unterstreicht : „Das Vorgehen der Stadt entspricht insgesamt den Vorgaben des Landes für das angekündigte Förderprogramm für mobile Luftreiniger sowie den Empfehlungen des Städtetags Baden-Württemberg..“

Ein weiteres Thema war die Digitalisierung an Schulen. Dazu Oberbürgermeister Markus Ibert: „Wir versorgen die Schulen in Lahr mit schnellem Internet. Die Grundfertigkeiten im Umgang mit mobilen Endgeräten sind für die Schüler:Innen heutzutage sehr wichtig.“ Staatssekretärin Sandra Boser berichtete zum Thema: „Die Frage ist: Wie sieht die digitale Schule zukünftig aus? Wir erarbeiten momentan ein Tool zur Untersuchung des Digitalisierungsstandes an den Schulen, um zielsicher Maßnahmen zur Verbesserung anbieten zu können. Dazu zählen z.B. Fortbildungen für Lehrer:Innen oder der pädagogisch sinnvoll Einsetzen von digitalen Angeboten. Datenschutz und Datensicherheit müssen dabei selbstverständlich berücksichtigt werden.“

Zum Abschluss des Gemeindebesuchs sprachen die beiden Politiker:Innen noch über das Programm „Rückenwind“ des Landes zur Förderung von Schüler:Innen nach der Pandemie und über das nachhaltige Mobilitätskonzept der Stadt Lahr. Markus Ibert machte darauf Aufmerksam, dass es in Lahr einen großen Bedarf an Sprachförderung gebe und auch Unterstützung im sozialen Bereich von Schüler:Innen nach der Pandemie vonnöten sei: „Soziale Defizite wurden während der Pandemie noch mehr sichtbar, da brauchen die Kinder nun dringend Unterstützung.“, so der Oberbürgermeister. Sandra Boser pflichtete ihm bei: „Das Programm „Rückenwind“ soll
die Kinder bei zusätzlichen Bedarfen speziell nach Corona fördern. Die Lernbrücken in den Sommerferien bieten zunächst eine intensive Unterstützung, hinzu kommen im kommenden Schuljahr Fördermöglichkeiten bei Lernrückständen und im sozial-emotionalen Bereich.“ Am Ende der Termins informierte Oberbürgermeister Markus Ibert über das nachhaltige Mobilitätskonzept der Stadt Lahr mit der geplanten Mobilitäts-App und dem vorgesehenen 1€ Ticket für den Nahverkehr.

Im Zweiten Teil des Termins besuchten die beiden Politiker:Innen das Jugend-Musik-Werk Baden e.V. und sprachen mit dem 1. Vorsitzenden Marco Sharif-Khan. „Lets rock and be a familiy – das ist das Leitbild des Vereins. Hier begegnen sich alle mit Respekt und auf Augenhöhe, Kinder und Jugendliche mit den unterschiedlichsten Hintergründen –  die Musik ist unsere Brücke.“, berichtete Marco Sharif-Khan bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten des Vereins im Industriehof in Lahr. Die Politiker:Innen zeigten sich beeindruckt von den gepflegten und liebevoll gestalteten Räumlichkeiten die u.a. einen Proberaum und ein Tonstudio beinhalten. „Für uns sind gute Räumlichkeiten sehr wichtig, hier steckt extrem viel Herzblut drin. Die Jugendlichen haben damals bei der Renovierung mitgeholfen, allein das war schon sehr wichtige pädagogische Arbeit. Für uns zählt immer den Jugendlichen zu vermitteln: Du kannst was, packe es an und du kannst alles machen. Daher sind wir auch stolz darauf, dass wir schon zweimal den Deutschen Rock und Pop Preis erhalten haben.“

Sandra Boser zeigte sich begeistert: „Das ist eine sehr wertvolle gesellschaftliche Arbeit, die hier geleistet wird. Jugendliche benötigen Anleitung und positive Erfahrungen, die sie hier erhalten und machen können. Gern unterstützen wir vom Land einzelne Projekte. Vielen Dank für dieses riesige Engagement.“ Auch Oberbürgermeister Ibert äußerte sich wertschätzend: „Das Projekt erreicht alle Gruppen, das ist sehr wichtig für Lahr. Hier bekommen bis zu 600 Personen im Jahr ein Bildungsangebot, dies stellt für Lahr ein gutes und wichtiges bedarfsorientiertes Bildungsangebot dar. Außerdem hat der Verein Strahlkraft über die Region hinaus. Ich bin begeistert von der Arbeit des Jugend-Musik-Werk Baden.“ Marco Sharif-Khan bedankte sich abschließend für den Besuch: „Alle Mitarbeiter:Innen machen das hier 100 % ehrenamtlich. Das Lob gebe ich gern an mein Team und an die Jugendlichen weiter.“

Copyright Bild: Wahlkreisbüro Sandra Boser

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