Im Ort bauen und so die grüne Wiese schonen: Land fördert Wohnkonzepte in Lahr und Seelbach mit insgesamt 62.791 Euro

Flächenverbrauch reduzieren und Ortskerne attraktiver machen: Diese Ziele verfolgt die grün-geführte Landregierung bei ihrer Strategie zum innerörtlichen Städtebau. Die grüne Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion GRÜNE im Landtag, Sandra Boser, freut sich, dass die Stadt Lahr und die Gemeinde Seelbach beim Förderprogramm zur Innenentwicklung zum Zuge kommen: 30.643 Euro erhält Lahr für das Gesamtstädtisches Entwicklungskonzept „Lahr 2040“ und 32.148 Euro erhält die Gemeinde Seelbach für die Erstellung eines Gemeindeentwicklungskonzeptes (GEK) inklusive umfassender Bürgerbeteiligung und Jugendhearing, wie Sandra Boser MdL am Dienstag mitteilt.

„Wohnraum ist nahezu überall ein knappes Gut. Bei der Innenentwicklung von Städten und Gemeinden soll bezahlbarer Wohnraum in erster Linie durch bereits vorhandene Flächen gedeckt werden. Es geht darum, innovative Ideen zu entwickeln und die vorhandenen Flächenpotenziale besser zu nutzen“, sagt die grüne Landtagsabgeordnete Sandra Boser.

Insgesamt schüttet das Land 2020 rund 1,02 Millionen Euro für 33 Projekte im Rahmen des Programms „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ aus. Gefördert werden nach Angaben des Wirtschaftsministeriums insbesondere Pilotansätze, die Innenentwicklung, Städtebau und Bürgerbeteiligung miteinander kombinieren.

„In Zeiten des Wohnraummangels sind mutige Strategien und neue Ansätze für mehr bezahlbare Wohnungen gefragt. Dazu müssen alle an einem Strang ziehen – von der Landesregierung über kleine und große Kommunen bis zu engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Hier greift das Landesprogramm, das innovative Ideen zur Optimierung von ungenutztem Wohnraum in Ortskernen fördert. Etwa dort, wo Flächen brachliegen, wo es noch Platz zwischen einzelnen Häusern gibt oder wo Gebäude gut in die Höhe ausgebaut werden können“, sagt Sandra Boser MdL.

Und weiter: „Unsere Grundsätze lauten ‚innen vor außen‘ und ‚Geschosswohnungen statt Flächenverbrauch‘. Klar ist: Gegen Wohnungsknappheit gibt es keine einfache Patentlösung – aber allerorts kluge Ideen.“

Wichtig sei daher, den Austausch zwischen Städten und Gemeinden zu gestalten und sinnvolle Vorschläge zu unterstützen – für neue Wohnungen, lebendige Ortskerne mit erfolgreichem Gewerbe, guter Nahversorgung, Verkehrsanbindung und Raum für Begegnungen.

Weitere Informationen:

– Das Förderprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ richtet sich an alle Städte, Gemeinden, Gemeindeverwaltungsverbände, Landkreise und Zweckverbände in Baden-Württemberg.

– Seit 2009 konnten mit dem Programm rund 375 Projekte zur Stärkung der Innenentwicklung mit einem Fördervolumen von insgesamt rund 9,5 Millionen Euro unterstützt werden.

– Das Förderprogramm zielte auch dieses Jahr darauf ab, mehr innerörtlichen Wohnraum zu schaffen, insbesondere durch Aufstockungen und Dachausbau oder auch durch den Einsatz kommunaler Flächenmanager. Darüber hinaus wird in dieser Förderrunde die Entwicklung von Gewerbegebieten zu bewohnbaren Gebieten stärker hervorgehoben.

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