Schrittweise Öffnen der Schulen muss das Inzidenzgeschehen berücksichtigen – Kultusministerin muss Abstandsgebot gewährleisten

Vor dem Hintergrund ansteigender Infektionszahlen fordert die bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Sandra Boser dringend Nachbesserungen, um den Gesundheitsschutz von Kindern, Eltern und Lehrkräften zu gewährleisten.

„Insbesondere im Landkreis Schwäbisch Hall hat sich die Inzidenzlage in manchen Gemeinden dramatisch zugespitzt. Wir sprechen hier von einer Inzidenz von bis zu 400. Aber auch in anderen Landkreisen steigen die Zahlen besorgniserregend. Für uns Grüne ist klar, dass das schrittweise Öffnen der Schulen immer das Inzidenzgeschehen berücksichtigen muss. Die Verordnung muss entsprechend angepasst werden.

Wir stimmen mit Ministerpräsident Kretschmann überein: Wenn am Montag für die Klassen 5 und 6 die Schule geöffnet wird, muss die Kultusministerin dafür zu sorgen, dass das Abstandsgebot gewährleistet ist. Ein Mindestabstand von eineinhalb Metern in den Klassenzimmern ist das schnellste und effizienteste Mittel, um die Gesundheit unserer Kinder zu schützen. Darauf müssen sich die Eltern verlassen können. Es ist unverständlich, dass die Kultusministerin ein förmliches Abstandsgebot ablehnt. Sollte dies nicht möglich sein, müssen auch der Wechselunterricht oder der Hybridunterricht als Alternative möglich sein.

Präsenzunterricht ist – gerade für die jüngeren Kinder – enorm wichtig und durch nichts zu ersetzen. Wir haben versprochen, Schulöffnungen schrittweise und umsichtig vorzunehmen – die Gesundheit unserer Kinder und Lehrkräfte steht an erster Stelle. Dazu zählt, dass alle Möglichkeiten ergriffen werden, um Präsenzunterricht unter Pandemiebedingungen so sicher wie nur irgend möglich zu gestalten: medizinische Masken, das Einhalten der Hygieneregeln und ein Abstand von mindestens eineinhalb Metern. Genügend Raum in den Schulen ist vorhanden, weil die höheren Klassenstufen noch im Fernunterricht bleiben.“

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