Unterwegs in Nordbaden

(Horb) Am vergangenen Freitag besuchte die bildungspolitische Sprecherin Sandra Boser gemeinsam mit ihrem Kollegen Thomas Hentschel aus Rastatt die Gemeinschaftsschule in Horb. Die Gemeinschaftsschule Horb ist die erste, die im Kreis Freudenstadt eingerichtet worden ist und damit im Amtsbezirk des Schulamtes Rastatt die älteste. Zugleich ist sie nicht nur worden, um den Schulstandort für den Bereich Haupt- und Werkrealschule sichern zu können. Vielmehr hatte die Haupt- und Werkrealschule am Ort zunächst noch weiter Bestand. Allerdings hat sich die Nachfrage eindeutig auf die Gemeinschaftsschule verschoben.
Themen wie die Entwicklung der Schule, der Lernlandschaften und der Konzeptionen sowie die Nöte und Sorgen der Schulleitung waren Kern der Gespräche, die Sandra Boser und ich heute in Horb geführt haben. Dabei beobachte ich mit wachsender Sorge, dass die Lehrerinnen und Lehrer der Gemeinschaftsschulen ihre Belastungsgrenze häufig erreichen oder sogar deutlich überschreiten, da sie die Lernlandschaften im Wesentlichen mitentwickeln müssen. Hier wäre aus meiner Sicht eine außerschulische Unterstützung, zum Beispiel in Gestalt einer Prozessbegleitung dringend angezeigt. Um die Gemeinschaftsschule vor diesem Hintergrund mit anderen Schulformen gleich zu behandeln, müsste sie de facto auch weiterhin höhere Zuwendungen erhalten. Mindestens zehn Jahre müsste das Konzept einmal vollständig gearbeitet haben, damit eine gesicherte Erfolgseinschätzung möglich ist. Bis dahin wird die Entwicklung der Schulform einen weiteren Förderbedarf nach sich ziehen. Wir haben eine Reihe von Anregungen mitgenommen und wünschen der Schule, den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften und alles Gute und viel Erfolg.