(Lahr/Haslach) Zum Schuljahr 2026/27 werden drei Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) in den Städten Lahr und Haslach zu Ganztagsschulen ausgebaut. Das Kultusministerium Baden-Württemberg hat in Lahr die Georg-Wimmer-Schule und die Brüder-Grimm-Schule sowie in Haslach die Carl-Sandhaas-Schule als neue Ganztagsschulen genehmigt.
Insgesamt starten in Baden-Württemberg 103 weitere Schulen in den Ganztagsbetrieb, darunter 81 Grundschulen, 16 SBBZ, eine Realschule und vier Gymnasien. Für Lahr und Haslach bedeutet das eine wichtige Stärkung der Bildungslandschaft und zusätzliche Unterstützung für Kinder mit besonderem Förderbedarf.
Sandra Boser MdL und Marion Gentges MdL zeigten sich erfreut: "Der Ausbau der Ganztagsschule stärkt Bildungsgerechtigkeit, bietet verlässliche Betreuung für Familien und schafft mehr Zeit für individuelle Förderung im Lebensraum Schule. Es freut mich, dass die Kinder in Lahr und Haslach von verlässlichen Strukturen, zusätzlichen Lernzeiten und einem pädagogisch durchdachten Tagesablauf profitieren.“
Mit Blick auf den ab dem Schuljahr 2026/27 schrittweise geltenden Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung für Grundschulkinder gewinnt der Ausbau weiter an Bedeutung. Der Anspruch gilt zunächst für Erstklässler:innen und wird anschließend Jahr für Jahr bis zur vierten Klasse ausgeweitet. Dabei unterstützt das Land die Schulen und ihre Träger beim Ausbau des Ganztagsbetriebs mit zusätzlichen Lehrerwochenstunden und finanziellen Mitteln. Viele Schulen nutzen diese Möglichkeit, um Kooperationen mit außerschulischen Partnern aufzubauen – etwa mit Musikschulen, Sportvereinen oder kulturellen Einrichtungen.
Von 97 Grundschulen und SBBZen haben sich 76 für die Wahlform entschieden, bei der die Eltern entscheiden können, ob ihr Kind am Ganztagsbetrieb der Schule teilnimmt. An 21 Grundschulen und SBBZen wird die verbindliche Form eingerichtet, an der alle Kinder am Ganztag teilnehmen. Das Land hat zudem die Möglichkeit geschaffen, Ganztagsschulen auch an fünf Tagen einzurichten.
Mit den neuen Einrichtungen entstehen landesweit rund 8.000 zusätzliche Ganztagsplätze. Insgesamt wird es ab dem kommenden Schuljahr 1.078 Ganztagsschulen im Primarbereich in Baden-Württemberg geben. Neben den Schulen tragen auch Kommunen und freie Träger mit Horten und flexiblen Betreuungsangeboten dazu bei, eine verlässliche ganztägige Betreuung für Kinder sicherzustellen.
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