(Haslach). Sandra Boser MdL, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg und Abgeordnete für den Wahlkreis Lahr, besuchte die Stadt Haslach, um sich mit Bürgermeister Armin Hansmann, dem technischen Werkleiter der Stadtwerke Ralf Rösch und der kaufmännischen Werkleiterin Inga Rudolph-Wolter auszutauschen. Neben einer Gesprächsrunde über aktuelle Themen stand auch die Besichtigung des neuen Schnapperwehrs in der Kinzig auf dem Programm.
Bürgermeister Armin Hansmann begrüßte die Abgeordnete in den Räumlichkeiten der Stadtwerke Haslach. „Die Stadtwerke sind das Rückgrat unserer lokalen Versorgungssicherheit. Wir wollen für die Bürgerinnen und Bürger eine verlässliche Energieversorgung sicherstellen. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, investieren wir kontinuierlich im Bereich regenerative Energien und setzen beispielsweise neben Photovoltaik auch auf Wasserkraft,“ erklärte Bürgermeister Hansmann.
Anschließend informierte Ralf Rösch über die vielfältigen Aufgaben der Stadtwerke Haslach: „Unter anderem sind wir für die Trinkwasser-, Strom- und Wärmeversorgung zuständig.“ Auch erläuterte Rösch das neue Schnapperwehr, ein modernes, multifunktionales Wasserbauwerk in der Kinzig. „Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadtwerke Haslach und der Deutschen Bahn, für die das Projekt als ökologische Ausgleichsmaßnahme für den Ausbau der Rheintalbahn dient. Mit dem neuen Schnapperwehr verbinden wir effektiven Hochwasserschutz und Nutzung von Wasserkraft mit modernem ökologischen Gewässermanagement durch eine integrierte Fischaufstiegsanlage“, so Rösch.
Dann berichtete Sandra Boser MdL von den Neuigkeiten aus Stuttgart. Mit einem kommunalen Klimainvestitionsprogramm sollen Kommunen bei Klimaanpassungsmaßnahmen unterstützt werden. „Dafür will das Land in den nächsten fünf Jahren eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen. Dabei sind auch Maßnahmen geplant um Stadtwerke in ihrer Eigenkapitalquote zu stärken“, so Boser. Zudem soll über die sogenannte kommunale Konjunkturkomponente das Land die Kommunen unterstützen. Damit erhält das Land die Möglichkeit, zusätzliche Darlehen aufzunehmen und diese Darlehensmittel vollständig über den kommunalen Finanzausgleich an die Städte, Gemeinden und Landkreise weiterzugeben. Konkret sollen hierfür 500 Millionen Euro bereitgestellt werden. Die Mittel werden pauschal über den kommunalen Finanzausgleich verteilt und stehen den Kommunen ohne zusätzliche Antragsverfahren zur Verfügung.
Zum Dauerbrennerthema Bürokratieabbau informierte Boser zum Effizienzgesetz. „Zum 31. Dezember 2027 werden alle landesrechtlichen Berichts-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten pauschal abgeschafft. Soll danach eine Pflicht behalten werden, so muss begründet werden, warum diese absolut unerlässlich ist“, so Boser und sagte weiter: „Damit entlasten wir die Wirtschaft und die kommunale Familie.“
Anschließend stand noch die Besichtigung des neuen Schnapperwehrs an. Sandra Boser MdL zeigte sich beeindruckt von der Innovationskraft und der vorausschauenden Planung vor Ort und sagte abschließend: „Die Stadt Haslach zeigt exemplarisch, wie Kommunen die Energiewende proaktiv gestalten können.“
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v.l.n.r.: Inga Rudolph-Wolter, Sandra Boser MdL, Ralf Rösch und Bürgermeister Armin Hansmann
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