(Hausach) Auf Einladung von Sandra Boser MdL besuchte Winfried Hermann MdL am Freitag, 20. Februar 2026, die Kienzler Stadtmobiliar GmbH in Hausach. Gemeinsam mit Geschäftsführer Sebastian Hildbrand tauschten sich die Abgeordneten über aktuelle Fragen einer zukunftsfähigen Mobilität aus. Anlass des Besuchs war unter anderem die Auszeichnung „Spitze auf dem Land“, mit der das Unternehmen 2025 vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg für seine innovativen Zugangs- und Radparksysteme geehrt wurde.
Nach der Begrüßung führte Sebastian Hildbrand die Gäste über das Firmengelände und stellte Produktions- und Lagerhallen sowie das vielfältige Produktportfolio vor. Dieses reicht von modularen Fahrradparksystemen und Schließanlagen über Wartehallen und Bushaltestellen bis hin zu digitalen Buchungsplattformen. „Moderne Mobilitätskonzepte müssen einfach, sicher und digital sein. Nur so lässt sich eine lückenlose und nachhaltige Mobilität gewährleisten. Die Zukunft sehen wir in intelligenten Schließ- und Zugangssystemen, die sich komfortabel per App steuern lassen“, erklärte Hildbrand.
Sandra Boser MdL zeigte sich beeindruckt: „Gerade im ländlichen Raum braucht es niederschwellige und unkomplizierte Angebote. Es freut mich sehr, dass hier vor Ort ein wichtiger Beitrag zur Mobilitätswende geleistet wird.“ Besonderes Interesse weckten die zweistöckigen Bike-and-Ride-Anlagen. Boser erkundigte sich, wie mit ungenutzten Stellplätzen umgegangen werde, um die Flächeneffizienz weiter zu steigern. Hildbrand erläuterte, dass Kienzler die Anlagen inklusive Buchungssystem vor allem an Kommunen vertreibe, die auch für die Wartung zuständig seien. Die Buchungsdaten würden der landesweiten Plattform MobiData BW zur Verfügung gestellt.
Im Anschluss an den Rundgang folgten eine Unternehmenspräsentation und eine Gesprächsrunde. Besprochen wurde unter anderem die Idee einer einheitlichen App-Lösung, die verschiedene Mobilitätsangebote bündelt und so den Zugang für Nutzer:innen vereinfacht. Hildbrand sieht darin einen zentralen Baustein für das Gelingen der Mobilitätswende. Winfried Hermann MdL sprach sich für eine europäische Lösung aus.
Wichtig war Sebastian Hildebrand, dass das Fahrrad schon bei den Kindern als Verkehrsmöglichkeit gesehen wird. Gerade Schulwege seien damit gut zu bewältigen, aber nicht immer von Seiten der Grundschulen erwünscht. Sandra Boser MdL betonte: „Wir unterstützen die Schulen und Schulträger bei der Schulwegeplanung, damit Kinder ihren Schulweg auch mit dem Fahrrad sicher zurücklegen können. Dazu haben wir gerade auch einen neuen Pass auf den Weg gebracht mit dem Grundschulkinder schon vor der Fahrradprüfung Punkte sammeln und damit ihre Fähigkeit auf dem Rad nachweisen können.“
Abschließend unterstrich Winfried Hermann MdL die Bedeutung einer verlässlichen finanziellen Ausstattung der Kommunen: „Unser Ziel ist es, Städte und Gemeinden so zu stärken, dass sie Planungssicherheit für die Mobilitätswende haben. Deshalb leitet das Land von den 13,1 Milliarden Euro aus dem 100-Milliarden-Sondervermögen des Bundes rund 8,75 Milliarden Euro direkt an die Kommunen weiter.“ (20.02.2026)