(Haslach) Am Freitag, 23. Januar 2026, besuchten die Grünen-Landtagsabgeordneten und Staatssekretärin Sandra Boser MdL sowie die Grünen-Landtagsabgeordnete Thekla Walker MdL die Haser GmbH in Haslach. Ziel des Besuchs war es, sich vor Ort ein Bild vom Unternehmen zu machen und sich mit Firmeninhaber Ulrich Haser, Prokuristin Ann-Kathrin Haser-Batt, Marcel Bartsch vom Systemhersteller Wicona sowie Bürgermeister Armin Hansmann über aktuelle wirtschaftliche und ökologische Entwicklungen auszutauschen.
Zu Beginn stellte Gesellschafter Ulrich Haser das traditionsreiche Familienunternehmen vor, das inzwischen in fünfter Generation geführt wird. In vierter Generation übernahm er den Metallbaubetrieb und errichtete 1982 die heutige Betriebsstätte in Haslach. Das Unternehmen bietet ein breites Leistungsspektrum: Aluminiumfenster und Fassaden, verglaste Brandschutztüren, automatische Türsysteme sowie passgenaue mechatronische Lösungen für die Gebäudetechnik. Ein innovativer neuer Geschäftszweig ist die Herstellung sogenannter „Greenfassaden“, die vollständig aus recyceltem Aluminium bestehen. Eine solche umweltfreundliche Fassade wurde im vergangenen Jahr bei der Sanierung von Werk 3 entlang der Bundesstraße verbaut. Aktuell beschäftigt die Haser GmbH rund 50 Mitarbeitende.
„Wir legen großen Wert auf Umweltschutz“, betonte Ulrich Haser. Das Unternehmen setze konsequent auf nachhaltige Produktionsprozesse, recyclebare Materialien und erneuerbare Energien wie Photovoltaik. „Wir erzeugen jährlich mehr Strom, als wir verbrauchen. Perspektivisch soll auch unser Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden.“
Enge Zusammenarbeit besteht mit dem Unternehmen Wicona, das zum norwegischen Mutterkonzern Norsk Hydro ASA gehört und auf zirkuläre Aluminiumlösungen spezialisiert ist. Wie Marcel Bartsch erläuterte, verarbeitet Wicona recycelten Aluminiumschrott, der eingeschmolzen und zu neuen Profilen gegossen wird. Diese werden anschließend bei Haser weiterverarbeitet. „Aluminium ist ideal für die Kreislaufwirtschaft geeignet“, so Bartsch. Neue Profile bestünden zu mindestens 75 Prozent aus Post-Consumer-Recyclingmaterial. Er appellierte daher an die Abgeordneten, europäische Recyclingmaterialien auch in Europa zu halten.
Thekla Walker MdL hob die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft hervor und informierte über die Landesplattform GreenTech BW, die Unternehmen, Forschung und Politik im Bereich umweltfreundlicher Technologien vernetzt. Sandra Boser MdL ergänzte: „Für Unternehmen wird es immer wichtiger, sich breiter aufzustellen. Gerade der GreenTech-Bereich bietet hervorragende Zukunftschancen.“
Bei einem anschließenden Rundgang durch die Produktionsbereiche stellte Ann-Kathrin Haser-Batt und Ulrich Haser die Arbeitsabläufe im Detail vor. Die Haser GmbH arbeitet überwiegend für Industriekunden, ist aber auch für Städte und Kommunen tätig. Beide Abgeordneten würdigten die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens und bedankten sich für den offenen und informativen Austausch.
Bild:
v.l.n.r.: Armin Hansmann, Ann-Kathrin Haser-Batt, Sandra Boser MdL, Thekla Walker MdL, Ulrich Haser,
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